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hellen Flammen auflodert? Dn weißt, Du hast mir selbst ge-schrieben, daß alle Amerikaner nur in Geld ihr Lebensclement finden."
„Ich habe dir geschrieben, meine Liebe, dem Land bleibe inseinem gegenwärtigen Zustande kein anderer Sporn für die An-strengung, und hierin liege sein Fluch. Sogar der militärischeRuf und der militärische Rang sind unter unserem System uner-reichbar. Künste und Wissenschaften bringen wenig oder keinen Lohn,und da es keine politische Auszeichnung gibt, welche für den Mannvon Bildung als Verlockung dienen kann, so müssen die Menschenentweder für das Geld, oder überhaupt für einen andern Zustanddes Daseyns leben. Gleichwohl habe ich dir auch gesagt, Martha,ich halte trotz allcdem den Amerikaner weit weniger für feil im ge-wöhnlichen Sinne des Worts, als den Europäer; denn in jedemeuropäischen Lande z'. B. lassen sich zwei Menschen erkaufen, wäh-rend hier vielleicht ein Einziger. Letzteres ist vermuthlich eine Folgeder Leichtigkeit, mit welcher man hier seinen Lebensunterhalt findet,und darnach richten sich auch die Gcwohithcitcn."
„Kümmern wir uns nicht nm die Ursachen. Mr. Warren sagt,es greise eine verzweifelte Raublust unter diesen Leuten um sich,und man habe die größte Gefahr von ihnen zu besorgen. Bis jetzthaben sie noch einige Achtung vor Frauenzimmern, aber wie langdies dauern wird, ist nicht vorauszusehen."
„Es mag wohl und muß wohl auch so seyn, da Alles, wasich darüber gehört und gelesen habe, sich nur in einer Stimmevereinigt. Und doch sieht dieses Thal im gegenwärtigen Augenblickeso lächelnd und so süß anS, als sey es nie durch eine schlimme Lei-denschaft besudelt worden. Verlaß Dich übrigens auf meine Klug-heit, welche mir sagt, daß wir uns jetzt trennen müssen. Ichwerde dich noch öfter sehen, ehe ich mein Besitzthnm verlasse, undIhr müßet uns natürlich irgend wohin folgen — nach den Quellenvon Saratoga vielleicht — sobald wir es nöthig oder zweckmäßigfinden, unser Lager zu verlegen."