Druckschrift 
26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
Entstehung
Seite
257
Einzelbild herunterladen
 

257

Natürlich versprach dies Martha und ich küßte sie zum Abschied.Niemand kam mir in den Weg, als ich nach der Piazza hinunterstieg;denn da ich hier zu Hause war, so fand ich mich leicht zu recht.Ich schlenderte einige Minuten in, Hof umher und zeigte mich dannvor den Fenstern der Bibliothek, wo, wie ich erwartet hatte, dieAufforderung an mich erging, hereinzutreten.

Onkel Ro hatte alle seine Siebensachen, die zu Geschenken fürseine Mündel bestimmt waren, angebracht', und die Zahlung solltedurch Mrs. Littlepage bereinigt werden, welche natürlich nicht ent-fernt an etwas der Art dachte. Auch sagte mir der Geber später,diese Art Geschenke, auszutheilen, sage ihm weit besser zu, als jedeandere, weil er jetzt überzeugt sehn dürfe, daß jedes der Mädchenseine Liebhaberei dabei zu Rathe gezogen habe.

Da die Stunde des regelmäßigen Diners herannahte, so ver-abschiedeten wir uns bald nachher, aber nicht ohne auf das freund-lichste und dringendste eingeladen zu werden, daß wir, ehe wir dieStadtmarkung verließen, das Nest wieder besuchen sollten. Wirsagten natürlich bereitwillig zu und gedachten auch, getreulich Wortzu halten. Nachdem wir das Hans verlassen hatten, kehrten wirnach der Farm zurück, machten aber zuvor noch auf dem RasenHalt, um uns die Landschaft zu betrachten, die uns beiden durchdie theuersten Erinnerungen so werth war. Doch ich vergessedies ist aristokratisch. Der Grundbesitzer hat kein Recht zu der-artigen Gefühlen, welche die erhabene Freiheit, die uns das Gesetzsichern will, nur zum Besten der Pächter sich vorbehalten hat!

Navensnest.

17