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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
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Ich habe schon mehr gethan, als ich sollte, denn ich kannmich der Ueberzeugung nicht erwehren, daß man die Religion unddie Kirche mit in Mißcredit bringt, wenn man die Mangel einesGeistlichen schonungslos enthüllt. In Amerika muß ein Diener desWorts schon ein sehr schlimmer Mann seyn, wenn man ihm sollnachtheilige Dinge nachsagen dürfen, Hngh."

Du hast hierin vielleicht Recht. Mr. Warren ist Dir alsolieber, als sein Vorgänger?"

O, tausendmal und in allen Dingen. Abgesehen davon, daßer ein treuer, frommer Hirte ist, haben wir in ihm auch einenangenehmen gebildeten Nachbar, aus dessen Munde ich im Lauf berfünf Jahre, die er hier weilt, auch nicht eine Sylbe auf Kosteneines einzelnen Nebennrenschen gehört habe. Du weißt, wie hierzu Lande die Leute und die übrigen Geistlichen gewöhnlich sindsie leben, wenn's auch nicht gerade zu wirklichem Hader kommt,doch stets mit einander auf Spitz und Knopf, und der Friede istso hohl, daß er durch eine Kleinigkeit zum Einsturz kommen kann."

Dies ist leider nur zu wahr oder war es wenigstens, eheich meine Reisen antrat."

Und ich stehe Dir dafür, es ist um kein Haar ^besser gewor-den, obschon wir uns hier nicht zu beklagen haben. Mr. Warrenund Mr. Peck scheinen mit einander auf vollkommen freundschaft-lichem Fuße zu stehen, obschon sie wie Feuer und Wasser von ein-ander verschieden sind."

Beiläufig, wie benehmen sich die Geistlichen der verschiedenenSecten, die durch das Land verbreitet sind, in Betreff der Aüti-rentenfrage?"

Ich kann da nur vom Hörensagen sprechen natürlich mitAusnahme des Mr. Warren. Dieser hat zwei oder drei einfacheund strenge Predigten über die Pflicht der Ehrlichkeit in unsremweltlichen Verkehr gehalten und in einer derselben das zehnte Ge-bot erklärt. Natürlich bezog er sich nicht auf die herrschenden Nn-