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Dann nahmen wir Seite an Seite auf einem kleinen Divan Platzund unterhielten uns über Dinge, die natürlich ein paar Geschwi-stern, welche sich so sehr liebten und fünf Jahre getrennt gewesenwaren, zunächst am Herzen liegen mußten. Meine Großmutterhatte Alles so gut eingeleitet, daß wir, wenn wir es für paffendhielten, wohl eine Stunde ungestört bei einander bleiben konnten,während es allen Uebrigen gegenüber den Anschein gewann, alshabe mich Patt schon nach einigen Minuten entlassen.
„Nicht eines von den übrigen Mädchen hat auch nur die min-deste Ahnung, wer Du sehest/' sagte Martha lächelnd, nachdemwir die Fragen und Antworten durchgemacht hatten, welche fürunsere Lage so natürlich Ware». „Bon Henrietta nimmt mich diesam meisten Wunder, da sie sich so viel auf ihren Scharfblick zuGute thut. Sie ist übrigens eben so sehr im Dunkel», wie dieUebrigen."
„Und Miß Mary Warren — die junge Dame, welche eben dasZimmer verlassen hat — schwebt ihr nicht eine kleine Ahnungvor, daß ich kein gewöhnlicher deutscher Musikant seh?"
Patt lachte auf meine Frage mit solcher Heiterkeit, daß dieTöne ihrer süßen Stimme mich mit Entzücken erfüllten. Ich stelltezugleich Betrachtungen an, was sie vor fünf Jahren noch gewesenwar, und sie strich sich die blonden Haarflechten aus den Wangen,ehe sie mir antwortete.
„Nein, Hugh," versetzte sie; „sie hält Dich für einen unge-wöhnlichen deutschen Musikanten — für einen Künstler, der seineMusik nicht blos herleiert, sondern sie in einer Weise aufzustützenweiß, daß sie selbst dem gewähltesten Geschmack genießbar wird.Aber wie kam Mary dazu, Dich und meinen Onkel für ein paarverunglückte deutsche Gentlemen zu halten?"
„Und glaubt das liebe Mädchen wirklich — das heißt, er-weist uns Miß Mary Warren die Ehre, uns in diesem Lichte zubetrachten?"