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liehen Wesens geben, als die Art, wie die Masse des Volks sichbenimmt, während vor ihren Augen einer kleinen Anzahl aus ihrerMitte das schreiendste Unrecht geschieht."
„Personen, wie Mr. Seneka Neweome, würden erwiedern,das Publikum stzmpathistre mit dem Armen, der durch den Reichenunterdrückt wird, obschon letzterer weiter nichts will, als daß ihnder erstere seiner Habe nicht beraube! Man hört zwar viel vonden Gewaltthätigkeiten, die durch die ganze Welt von dem Starkenan dem Schwachen geübt werden, aber leider sind nur Wenigeunter uns scharfblickend genug, um zu sehen, welch' ein schlagendesBeispiel von dieser Wahrheit eben jetzt unter uns selbst stattfindet."
„Nennt Ihr die Pächter die Starken und die Grundbesitzer dieSchwachen?" entgegnete ich.
„Allerdings. Die Zahlen bilden die Kraft unseres Landes, inwelchem alle praktische und großentheils auch die theoretische Ge-walt auf Majoritäten beruht. Wären eben so viele Grundbesitzerals Pächter vorhanden, so setze ich mein Leben daran, daß Nie-mand im gegenwärtigen Stand der Verhältnisse auch nur die ge-ringste Ungerechtigkeit sehen würde."
„Mein Onkel ist derselben Ansicht. Doch ich höre die leichtenFußtritte der Mädchen — wir müssen auf der Hut setzn."
In diesem Augenblicke trat Martha, von den drei übrigenMädchen begleitet, in das Zimmer, und hielt eine sehr schöneManillakctte in der Hand, die mein Onkel auf der Reise zu einemGeschenk für eine künftige Gattin, wer dieselbe auch setzn mochte,gekauft hatte. Er war so unvorsichtig gewesen, sie seinen Mündelnzu zeigen, und diese hatten sogleich Hand daran gelegt. Als dieMädchen eintraten, warfen sie der Reihe nach einen Blick der Ueber-raschung aus mich, ohne übrigens ein Wort zu sprechen, undich kann mir wohl einbilden, wie nach der ersten Betroffenheitkeine ein Arges dabei dachte, daß ich allein bei einer achtzigjährigen