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sie wahrscheinlich nicht gethan haben würde, wenn ich in meinemgewöhnlichen Anzug und Charakter aufgetreten wäre.
„Ich danke Euch, Sir," lautete meine Antwort. „Wir werdenimmer Zeit genug haben zu ein bischen Musik, wenn die Ladieses verlangen sollten. Ich kann allerlei blasen — den Uankee-Doodle, Heil Columbia, das sternbesprenkelte Banner und wasdergleichen Arien mehr sind, die man in den Schenken und an derStraße so gerne hört."
Mr. Warren lachte und nahm mir die Flöte aus der Hand,um sie näher zu besichtigen. Ich zitterte jetzt für mein Inkognito,denn das Instrument, ein ausgezeichnetes Stück Arbeit mit silbernenKlappen und schöner Verzierung, war schon viele Jahre mein Eigen-thum. Wenn Patt — wenn meine liebe Großmutter es erkannte!Ich würde das schönste Geschmeide in meines Onkels Sammlungdarum gegeben haben, wenn ich nur die Flöte wieder zurück gehabthätte. Aber ehe sich hiezu Gelegenheit bot, ging sie von Hand zuHand, und Alles bewunderte das Werkzeug, welchem am Morgendie schönen Töne entlockt worden waren, bis es endlich auch anMartha kam. Das gute Mädchen dachte aber nur an die Schmuck-sachen, die, wie man sich erinnern wird, sehr reich und theilweiseihr zugedacht waren, weshalb sie das Instrument weiter gehen ließund hastig dazu sagte:
„Seht, theure Großmutter, dies ist die Flöte, von der Ihrerklärtet, sie habe den süßesten Klang, den Euer Ohr je ver-nommen."
Meine Großmutter nahm die Flöte und gerieth in Verwir-rung; sie drückte die Brille näher an ihre Augen, untersuchte dasInstrument und erblaßte — denn ihre Wangen hatten noch immerEiniges von dem Roth ihrer Jugend bewahrt; dann warf sie mireinen hastigen ängstlichen Blick zu. Ich konnte bemerken, daß sieeinige Minuten in ihrem tiefsten Innern über etwas brütete, undzum Glück waren die klebrigen zu sehr mit der Truhe des Hausirers