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weiß,- was es heißt, vom Unglück verfolgt zu werden" — beidiesen Worten erbebte die Stimme meiner theuren Großmutter einwenig — „und kann mit denen fühlen, gegen welche das Schicksaleine Stiefmutter ist."
„Madame, hierin liegt viel Wahres," antwortete mein Onkel,indem er seine Mütze abnahm und stch ganz in der Weise einesGentlemans verbeugte — ein Beispiel, welchem ich augenblicklichselber auch nachkam, „Wir haben allerdings bessere Tage gesehenund mein Sohn da wurde auf einer Universität erzogen. Jetzt aberbin ich nur ein armer Uhrenhändler, und dieser hier macht Musikin den Straßen."
Das Benehmen meiner Großmutter war jetzt von der Art, wiees sich für eine Dame von Bildung unter solchen Umständen ge-bührte — weder zu frei, um die dermalige Außenseite zu vergessen,noch zu kalt, um die Vergangenheit außer Acht zu lasten. Siewußte, daß sie ihren eigenen Verhältnissen Rechnung tragen undin ihrem Haushalt mit gutem Beispiel vorangehen mußte, suhlteaber noch weit mehr, was sie der Sympathie schuldig war, welchestets unter Personen von guter Erziehung ein Bindeglied bildet.Sie ersuchte uns, in's Haus zu treten, ließ eine Mahlzeit für unszubereiten, und wir wurden mit freigebiger, rücksichtsvoller Gast-frenndlichkeit behandelt, ohne daß übrigens die alte Dame derWürde ihres Charakters oder Geschlechtes nur das Mindeste ver-geben hätte, da sie, was edle Haltung betraf, jeder Lady an dieSeite gestellt werden konnte.
Mittlerweile nahm das Geschäft mit meinem Onkel seinenFortgang. Er erhielt seine hundert Dollar, worauf er alle seinewerthvollen Vorräthe, einschließlich der Ringe, Vorstecknadeln, Oh-renringe, Ketten, Armspangen und anderer Schmucksacheu, die erzu Geschenken für seine Mündel bestimmt hatte, aus seinen Taschenhervorholte und vor den Augen der drei Mädchen ausbreitete; dennMary hielt sich mehr in den Hintergrund, weil sie es nicht für