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unter einem Aristokraten versteht. Könnt Ihr mir vielleicht sagen,was das Wort zu bedeuten hat?"
„Ja, ja; ein Aristokrat ist einer von den Wenigen, welche alleGewalt der Regierung in den Händen haben."
„Potz Tausend! Nein, das ist's nicht, was wir uns in diesemTheile der Welt unter einem Aristokraten vorstellen. Solche Crea-turen nennen wir hier zu Land Dimigogen. Bei uns heißtz. B. der junge Sgnire Littlepage, dem das Nesthaus da drübenund das ganze Gut hier herum nah und fern gehört, ein Aristo-krat ; aber der hat nicht so viel Gewalt, um nur zum Stadtschreibergewählt zu werden, geschweige denn, daß er was Anderes werdenkönnte, bei dem stch's der Mühe verlohnte."
„Wie kann er dann ein Aristokrat seyn?"
„Begreiss wer kann — wenn anders die Auskunft, die Ihr mirüber einen Aristokraten gebt, wahr ist; denn demnach müßten dieDimigogen die Aristokraten von Amerika seyn. Ich stehe dafür,Josh Brigham, den ich vorhin nach meinen Schaafen geschickt habe,könnte für jedes Amt im Land weit mehr Stimmen kriegen, alsder junge Littlepage."
„Vielleicht ist dieser Littlepage ein schlimmer junger Mann?"
„Nein, das nicht; er ist so gut wie andere Leute und besser,als die meisten. Wenn er aber außerdem so schlimm wäre, wieder Teufel selber, so wissen die Leute im Land nicht einmal etwasvon ihm, weil er just von der Schule weg in fremde Länder ge-gangen ist."
„Wie, und er sollte nicht über so viele Stimmen gebieten kön-nen, wie jener arme unwissende Kerl? Dies finde ich seltsam."
„Seltsam ist's freilich, aber so wahr wie ein Evangelium.Woher's kömmt? dies ist freilich nicht so leicht zu sagen. Ihrwißt ja, wic's heißt — viel Köpfe, viel Sinne. Manche Leutekönnen ihn nicht leiden, weil er in einem großen Hause wohnt;Andere hassen ihn, weil stc meinen, er sey besser daran, als fie;