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weis auf seiner Seite?" sondern man erkundigt sich, wer mög-licherweise im Schwurgericht sitzen werde. Hieraus geht augen-fällig hervor, daß man die Zusammensetzung der Jury für bedeutsa-mer halt, als die Gesetze und die Beweismittel. Systeme nehmensich oft gar schön in der Theorie und auf dem Papier aus,während eine nähere Untersuchung zeigt, daß ste in der Prarisbodenlos schlecht sind. Was nun die Schwurgerichte betrifft, soglaube ich, die einsichtsvollsten Köpfe aller Länder sind darin einig,daß ste bei einer beengenden Negierungsform ein Hauptmittel sind,dem Mißbrauch der Gewalt Widerstand entgegenzusetzen; wo aberdie Macht der Regierung durch das demokratische Princip verküm-mert ist, üben sie die Wirkung, welche man überall bemerkt, wennman die Handhabung des Gesetzes in die Hände Solcher gibt,welche der Natur der Sache nach am meisten geneigt sind, Miß-brauch davon zu machen. Statt nämlich der leitenden Oberherr-lichkeit des Staats, von der in einer Volksregiernng unvermeidlichdie meisten Mißbräuche ausgehen, Widerstand entgegenzusetzen, wirddieselbe im Gegentheil nur noch mehr unterstützt.
Da mein Onkel in Miller einen verständigen, gewissenhaftenMann gefunden hatte, so war er geneigt, sich über den begonnenenGegenstand weiter mit ihm einzulassen, weshalb er nach einer kurzenPause — als hätte er sich inzwischen das Besprochene überlegt —den Faden der Unterhaltung wieder aufnahm.
„Wodurch wird man denn in diesem Lande zu einem Aristo-kraten?" lautete seine nächste Frage.
„Ja, mein guter Freund," cntgegnete Miller mit sehr gedehnterBetonung der ersten Sylbe seiner Erwiederung — „ja, »rein guterFreund, dies ist schwer zu sagen. Man hört in diesem Lande soviel von Aristokraten und liest so viel von Aristokraten, und ichweiß auch, daß sie bei den meisten Leuten verhaßt find; gleichwohlist's mir aber noch immer nicht klar geworden, was man eigentlich