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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
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ich leider sagen muß, auch bei den Weißen sehr in Aufnahme ge-kommen ist. Meine Musik übte keine» besondern Eindruck aufSusguesus, obschon ein leichter Schatten der Verachtung überseine dunkeln Züge flog. Bei Jaaf dagegen verhielt sich die Sacheganz anders. So alt er auch war, konnte ich doch ein gewissesnervöses Zucken seiner untern Gliedmaßen bemerken ein deutlichesKennzeichen, daß der alte Knabe wirkliche Lust zum Tanzen fühlte.Dies verging jedoch bald wieder; aber aus seinem grimmigen, har-ten, runzlichten, grauen Gesichte schien noch eine Weile ein Strahldes inneren Wohlbehagens aufzublitzen. Hierin lüg nichts Ueber-raschcndes, denn die Gleichgiltigkeit der Indianer gegen Musik istfast eben so charakteristisch, wie die Empfänglichkeit der Neger dafür.

Wir konnten nicht erwarten, daß so alte Leute geneigt seynwürden, viel zu sprechen. Der Onondago war von jeher einschweigsamer Man» gewesen, und der Grund dazu war ebenso sehrin dem Ernst und der Würde seines Charakters, als in seiner ge-wöhnten Klugheit zu suchen. Jaaf aber neigte sich von Natur auszur Plauderhaftigkeit, obschon die Last der Jahre nothwendigerweisediesen seinen Hang sehr vermindert hatte. Auch mein Onkel verfieljetzt in ein gedankenvolles, schwermüthiges Schweigen, und nach-dem ich mit meinem Spiele aufgehört hatte, beharrten wir allevier etliche Minuten lang in stummer Betrachtung. Nun aberließ sich das gedämpfte Rollen eines Wagens vernehmen, und baldnachher kam eine leichte Sommerkalesche, die ich von Alters herwohl kannte, um den Stall herum; sie machte zehn Fuß von derStelle, wo wir saßen, Halt.

Bei dieser unerwarteten Unterbrechung vermochte ich mich kaummehr zu halten, und ich konnte bemerken, daß mein Onkel kaumweniger ergriffen war. Jnmitten einer zierlichen Draperie von wal-lenden Sommershawls und andern Ziermitteln der weiblichen Toi-lette bemerkten wir vier sonnige, jugendliche Gesichter und ein Ant-litz, ehrwürdig in der Reise der Jahre. Mit einem Worte, meine