nannten sich ,Niggers? Die Ladies und Gentleman aus derselbenPeriode aber nahmen sie beim Wort und legten ihnen dieselbe Be-zeichnung bei, obschon heutzutage kein Schwarzer mehr sich anders,als im Tone des Vorwurss, dieses Ausdrucks bedient. Der „Nigger"ist also nunmehr zum Schimpfwort geworden, und es ist ein eigen-thümlich seltsanier Zug in der Menschennatur, daß es Niemandlieber, als gerade der Schwarze, wenn er feinem Unmuth Lust ma-chen will, in Anwendung bringt."
Mein Onkel hielt einen Augenblick inne, um zuvor zu über-legen, ob er eine Unterhaltung fortführen sollte, die dem Anscheinenach nicht unter den schmeichelhaftesten Auspicken begonnen hatte.
„Wer mag wohl in jenem großen steinernen Hause wohnen?"nahm er wieder auf, sobald er glaubte, daß der Neger Zeit gehabthabe, wieder ruhiger zu werden.
„Jedermann kaun seh', daß Ihr kein New-Uorker, schon anEurer Sprach," versetzte Uov, den diese Frage nichts weniger alsmilder gestimmt hatte. „Wer anders sollt' dort wohnen, alsSchinral Littlepage?"
„So? Ich hätte geglaubt, er sey langst gestorben."
„Und wenn auch! Es ist sein Haus und er leb' darin; undso auch leb' dort die alt jung Miffus."
Nun hatte es, vom Vater auf den Sohn gezählt, unter denLittlepages durch drei Generationen hindurch Generale gegeben.Der erste war der Brigadiergeneral Evans Littlepage aus der Mi-liz, welcher während der Revolution im Dienste seinen Tod fand,der zweite Cornelius Littlepage, der, nachdem er als Obrist derNew-Vorker Linie den Feldzug mitgemacht hatte, am Schlüsse desgedachten Kriegs als Brigadiergeneral seinen Abschied nahm, undals dritten und letzten muß ich meinen Großvater, den GeneralmajorMordaunt Littlepage aufzählen, der gegen das Ende des gleichenFeldzugs hin im Regiment seines Vaters als Kapitän gedient hatte,später zum Major befördert wurde nnd endlich zum General in der