Druckschrift 
26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
Entstehung
Seite
117
Einzelbild herunterladen
 

117

Ihr setzt mich in Erstaunen! Ich bin ganz überrascht, Euchso sprechen zu hören, Mr. Warren; denn im Allgemeinen hat manvon Euch die Ansicht, daß ihr der Bewegung abgeneigt seyet.Sen sagt übrigens, daß alles gut stehe, und er glaubt, daß durchden ganzen Staat die Pächter in ehester Bälde zu ihren Lände-reien kommen werden. Wie er mir mittheilt, werden wir diesenSommer auch in Ravensnest Zusehens genug kriegen. Die An-kunft der alten Mistreß Littlepage hat einen Geist geweckt, der sichnicht leicht dämmen lassen wird, sagte er."

Und warum sollte der Umstand, daß Mistreß Littlepage dasHaus ihres Enkels und die Wohnung besucht, welche von ihremGatten gebaut wurde und in dem sie die glücklichsten Tage ihresLebens zubrachte, bei was immer für einem Bewohner dieses Lan-destheils einen ,Geist' wecken, wie Ihr es nennt?"

O, Zhr seyd bischöfflich, Mr. Warren, und wir alle wissenwohl, wie die Bischöfflichen über derartige Sachen denken. Aberwas mich betrifft, so halte ich die Littlepages für um kein Haarbesser, als die Newcomes, obschon ich sie nicht mit einigen ver-gleichen möchte, die ich zu Ravensnest namhaft machen könnte.Meiner Ansicht nach find sie keines Falls besser, als Ihr, undwarum gestattet man ihnen, daß sie so viel mehr von dem Gesetzverlangen, als andre Leute?"

Ich wüßte nicht, daß sie mehr vom Gesetz verlangen, alsAndre, und wenn es der Fall wäre, so bin ich überzeugt, daß sieweniger erhalten. In den Staaten wird das Gesetz durch Ge-schworene verwaltet, welche eifrig Sorge dafür tragen, so weit esin ihrer Macht steht, der Gerechtigkeit Abstufungen zu geben, unddabei bedienen sie sich eines Maßstabs, der durch ihre Meinungenund sehr oft durch ihre Vorurtheile bestimmt wird. Namentlichsind sie Personen aus der Rangclaffe von Mistreß Littlepagenicht günstig, und wenn sich eine Gelegenheit ergibt, ihnen ein Leides