Druckschrift 
26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
Entstehung
Seite
116
Einzelbild herunterladen
 

116

Wollt Ihr vielleicht mit mir vorlieb nehmen. Miß Oppor-tunity?" fragte Mr. Warren.Ich mache mir ein Vergnügen daraus.Euch einen Dienst zu erweisen."

Herr im Himmel, Mr. Warren, Ihr werdet Euch doch nichtin Eurer Lebenszeit für einen Beau aufthun wollen? Jedermannmüßte sehen, daß Ihr ein Geistlicher seyd, und ich könnte ebensogut allein gehen. Nein, wenn Sen fleh nicht bald blicke» läßt,so komme ich um meine Visiten, und ich weiß, die jungen Ladies wer-den mir sehr bös darüber werden. Araminta Maria schrieb mirauf die dringlichste Weise, ich solle ja nie durch Troy gehen, ohnebei ihr einzukehren, und wenn ich auch sonst keine andre sterblicheSeele besuche; und Catharine Clotilda hat mir zu verstehen gege-ben, sie werde mir es nie verzeihen, wenn ich an ihrer Thüre vorbeigehe. Aber Seneka kümmert sich ebensowenig um die Freundschaftjunger Ladies, als um den jungen Patron. Wahrhaftig, Mr.Warren, ich glaube, Sen wird zuletzt noch verrückt, wenn dieNntirenters nicht bald ihre Sache durchsetzen, denn er denkt undspricht vom Morgen bis in die Nacht hinein von nichts als von,Renten/ von ,Aristokratie' und von ,Futteralbräuchen.'"

Wir alle lächelten über diesen kleinen Mißgriff der edlenJungfrau; aber die Sache war von keinem große» Belang, dennwahrscheinlich verstund sie so viel davon, wie die meisten andern,welche sich desselben Ausdrucks bedienen, obschon sie ihn richtigerbuchstabiren. Das Wort ,Futteralbräuche' ist auf was immer fürein Verhältniß in Amerika eben so gut anwendbar, als ,Feudal-Bräuche'.

Euer Bruder beschäftigt sich also mit einer Angelegenheit,welche für die Gemeinschaft, zu der er gehört, von der grüßtenWichtigkeit ist," entgegnete der Geistliche ernst.Bon dem Aus-gang dieser Antircntenfrage hängt meinem Urtheil nach zum große»Theil der künftige Charakter und die künftige Bestimmung New-Borks ab."