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Das hübsche Wesen führte also den Namen Marie! Aber auchdie Molly gefiel mir; es war ein gutes Zeichen, da in unsern ehr-geizigen Zeiten nur achtbare Personen so vertrauliche Namen ge-brauchen. Das Molly' klang mir als ein Beweis, daß diese Per-sonen sich ihrer würdigen Stellung und Bildung bewußt seyen.Ein gemeiner Sinn würde ein Mollissa' daraus gemacht haben.
„Die Uebcrsetzung fällt nicht schwer, Vater," antwortete eine dersüßesten Stimmen, die je melodisch in mein Ohr geklungen hatten,und sie wurde noch musikalischer durch das leise Lachen, das sichdrein mischte. „Er sagt, er sey aus Deutschland, aus Preußen, wokürzlich der gute König Wilhelm regierte."
Auch der .Vater' gefiel mir - es klang wahrhaft erfrischend,nachdem ich eine Nacht unter einem Abenteurer-Troß zugebrachthatte, von dem jedes männliche oder weibliche Glied bemüht gewe-sen war, seine» Antheil dazu beizutragen, um die ehedem beliebtenBezeichnungen zu,Pa' und ,Ma' zu karikiren. Ein junges Frauen-zimmer kann zwar noch immer ,Papa' oder auch .Mama' sagen,obschon es besser wäre, sie hielten sich an die Worte .Vater, Mut-ter ;' aber was die Ausdrücke ,Pa' und ,Ma' betrifft, so haben diesein achtbaren Kreisen ihre Endschaft erreicht und finden nicht ein-mal mehr in der Aminenstube Geltung.
„Dieß Instrument ist also ein Leierkasten?" fuhr der Geistlichefort. „Und was ist denn dies — die Buchstaben, die daraus stehen?"
„Es ist der Name des Verfertigers: .Hochstiel beeil'."
„keeil?" wiederholte der Geistliche. „Ist dieß deutsch?"
„Nein — es ist lateinisch; bavio, bovi, baelum, baeere —ksci, boeisli, beeil. Ich denke Wohl, ihr wißt, daß dies .er hatsgemacht' heißt."
Der Pfarrer sah mich und meinen Anzug mit nnverholenerUeberraschung an; dann blickte er lächelnd nach seiner Tochterhin. Wenn man mich fragt, warum ich in so einfältiger Weiseeine Schnljungcn-Gelehrsamkeit auskramte, so kann ich nur sagen.