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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
Entstehung
Seite
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unterhalten und finde, daß die Verkleidung nebst meinem gebrochenenEnglisch vollkommen ihrem Zwecke entspricht. Ja, ich glaube so-gar, meine theure Mutter selbst würde mich nicht erkennen."

Dann können wir, wenn wir das Nest erreichen, uns mit derGroßmama und den jungen Damen einen Spaß machen," antwor-tete ich.Was mich betrifft, so bin ich der Meinung, wir solltenunser Geheimniß so lang wie möglich zu bewahren suchen."

Bst! so wahr ich lebe, da ist auch Seneka Newcome! Erkommt gegen uns her, und wir müssen wieder Deutsche seyn."

Und richtig zeigte sich jetzt Sguire Seneky, wie ihn die ehr-lichen Farmer in der Nachbarschaft des Rests nennen obschonviele derselben von ihrem Treiben abstehen müssen, wenn nichtbald die Beilegung dieses Prädikats so abgeschmackt werden soll,daß niemand mehr die Verwegenheit haben wird, es zu brauchen.Newcome kam langsam nach dem Vorderkastell, auf welchem wirstanden, und mein Onkel beschloß, sich mit ihm in ein Gesprächeinzulassen, eines Theils um die Kraft unserer Verkleidung weiterzu erproben, andern Theils um ihm etwa Mittheilungen zu ent-locken, die uns den Besuch des Nestes erleichtern konnten. In dieserAbsicht zog der angebliche Hansirer eine Uhr aus der Tasche, botsie demüthig dem Quasi-Rechtsgclchrten zur Besichtigung hin undbegann in gebrochenem Englisch:

Wollt Ihr nicht eine Uhr kaufen, Gentleman?"

He was? O eine Uhr!" entgcgnete Seneka in jenemhohen, gemein herablassenden Tone, mit welchem das Salz derErde diejenigen zu behandeln pflegt, welche an Einsicht, Stellungoder irgend einer andern großen Wesentlichkeit tief unter ihm er-scheint, während es zu gleicher Zeit vor Neid bersten möchte, wennes über die Aristokraten schreit.Eine Uhr also? Was seyd Ihrfür ein Landsmann, Freund?"

A Tscharmans,, ein Deutscher."