Eigenthum weniger seyn müsse. Er verlangte vielmehr im Gegentheil,daß New-Ivrk umfassende Vollmachten und Berechtigungen habenmüsse. Demungcachtet war er kein Freund des allgemeinen Stimm-rechts in seiner weitesten Ausdehnung, wie es wirklich besteht —eines Stimmrechts, dem im Innern vielleicht volle Dreiviertheileder ganzen Bevölkerung abgeneigt sind, obgleich kein einflußreicherPolitiker der Jetztzeit den moralischen Muth besitzt, es auszusprechen.Dunning beugte sich vor den Grundsätzen, nicht vor den Men-schen; er wußte wohl, daß ein untrügliches Ganzes nicht austrüglichen Theilen bestehen durfte, und wenn er auch glaubte, daßviele Dinge durch Stimmenmehrheit zur Entscheidung gebrachtwerden müßten, hielt er doch an der Ansicht fest, daß es Rechteund Prinzipien gebe, die sogar der Einstimmigkeit, wie siedurch Menschen kund gegeben werden kann — geschweige denn denMajoritäten unnahbar wären. Mit seinen politischen Grundsätzenverband übrigens Dunning keine selbstsüchtigen Plane, da er nachkeinem Amte strebte und deßhalb sich auch nicht veranlaßt sah,eine Außenseite anzunehmen, die nicht mit seinen Gedanken undWünschen im Einklang stand. Er hatte seine Heimath nie verlas-sen, da sonst wahrscheinlich seine Ansichten von den Mißbräuchenin den verschiedenen Systemen, welche in der Welt Geltung haben,eine ganz andere Gestaltung gewonnen haben würden. Die ihmaus der täglichen Erfahrung bekannten Verhältnisse stammten noth-wendig aus einer demokratischen Quelle, da es in Amerika wedereinen Monarchen noch eine Aristokratie gibt, durch welche eine an-dere die Vergleichung möglichmachcnde Gestaltung der Dinge hättehervorgerufen werden können, und da es auch unter solchen Zu-ständen an Mißbrauchen durchaus nicht fehlt, so darf es Niemandwundern, wenn er zuweilen die Thatsachen ein wenig entstellte unddie Nebel vergrößerte.
„Und meine edle, hochsinnige, ehrwürdige Mutter hat sich also