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„Hast Du je von mir erlebt, daß ich um einer politischenFreundschaft willen Dinge unterstützte, die ich für unrecht hielt,Hugh?" fragte mein Onkel vorwurfsvoll. „UcbrigenS muß ichDir sagen, daß ich der Ansicht bin, alle Gouverneure, die mit derSache z» thun, — darunter befinden sich zwei von meiner undeiner von der Gegenpartie — seyen von einem irrigen Standpunktriusgegangen. Zuvörderst haben sie insgesammt die Sache so behan-delt, als hätten die Pächter wirklichen Grund zur Beschwerde,während doch in Wahrheit ihre Unzufriedenheit nur aus dem Um-stände hervorging, daß andere Leute ihr Eigenthum nicht unter Be-dingungen an sie ablassen wollen, wie man sie ihnen gerne will-knhrlich vorschreiben möchte."
„Jedenfalls ist die Beschwerde von der Art, daß kein civilisirtesLand, keine christliche Gemeinschaft sie für begründet halten wird."
„Hm, das Christenthum muß, wie die Freiheit, in den Hän-den des Menschen schrecklich nothleiden, so daß man bisweilenweder das eine, noch die andere mehr erkennt. Ich habe schongesehen, daß Diener des Evangeliums in Unterstützung ihrer Par-teien ebenso starrsinnig, so rücksichtlos gegen die allgemeine Mo-ral und so gleichgültig gegen das Recht waren, wie nur irgendein Laie; und doch war ich Zeuge, wie Laien in dieser HinsichtLeidenschaften entfalteten, die gerade aus der Hölle herausstammcn.Wie dem übrigens seyn mag, unsere Gouverneure haben jedenfallsdie Sache in einer Weise behandelt, als ob die Pächter beachtens-werthe Beschwcrdegründe hätten, während doch die ganze Bedrü-ckung blos in einer nominellen Rente und in dem Umstände lag,daß sie andern ihr Eigenthum nicht für einen selbstgemachten Preisabzwingen konnten. Ein Gouverneur ist sogar so großmüthig ge-wesen, sich znr Vermittlung eines Streits zu erbieten, der ihn,beiläufig bemerkt, gar nichts anging, sintemal zur Erledigung sol-cher Fragen die Gerichtshöfe vorhanden sind. Dies war im glimpf-lichsten Falle eine merkwürdige Anmaßung von seiner Seite, und