595
MM
Sir George Templemore. „Es handelt sich hier wohl um einVerbrechen — ist's nicht so, Ducie?"
„Allerdings — um einen unglücklichen, aber thörichten jungenMann, Namens Sandon. Man vertraute ihm eine große SummeStaatsgelder an, und er hat sich mit vierzigtausend Pfunden ausdem Staube gemacht,"
„Ihr glaubt also, baß diese Person mir die Ehre erwiesenhat, unter meinem Namen zu reisen?"
„Wir haben Gewißheit darüber. Mr. Green hier," — erdeutete auf den Herrn in Civil, — „steht bei demselben Bureauund hat den Verbrecher unter Eurem Namen bi« auf die.PortS-mouther Rhede verfolgt. Sobald wir hörten, daß sich ein SirGeorge Templemore wirklich eingeschifft habe, trug der Admiralkein Bedenken, mich dem Paketschiff nachzuscnden. Dies ist einunglücklicher Umstand für mich, da es einem so jungen Befehls-haber einen Federbusch eingetragen haben würde, wenn cs ihm ge-lungen wäre, den Spitzbuben zu greifen."
„Der Fcderbusch bleibt Euch vielleicht noch Vorbehalten, Sir,und Ihr werdet ein Recht haben, ihn zu tragen," entgegnete Ka-pitän Truck. „Der unglückliche junge Mann, den Ihr sucht, befin-det sich ohne Frage in diesem Schiffe."
Kapitän Truck berichtete nun, daß im Raume unten sich einMann befinde, welchen er für Sir George Templemore gehaltenund der ohne Zweifel der gesuchte unglückliche Verbrecher sey.Kapitän Ducie legte jedoch nicht die Aufmerksamkeit oder Freudean de» Tag, welche von einer derartigen Mittheilung wohl zuerwarten stand, sondern hielt seine Augen auf Paul geheftet, dersich noch immer unter dem Sturmhäuschen befand. Wie Letzterersah, daß er beobachtet wurde, kam er langsam, sogar widerstre-bend, auf das Halbdeck herauf. Die Begegnungen der beidenGenllemen waren befangen, obgleich jeder derselben vollkommenseine Fassung behauptete.