was aus dem armen Montauk geworden wäre, wenn nicht ihr Alleso viel Sachkenntniß, Klugheit und Muth entwickelt hättet; ichdanke euch daher sammt und sonders aus dem Grunde meines Her-zens, und da ich die frohe Beruhigung habe, euch um mich zusehen, so gebe ich mir die Ehre, auf eure Gesundheit, wie auchauf euer künftiges Glück und Wohlergehen dieses Glas zu leeren."
Die Reisenden erwiederten diesen Trinkspruch mit Verbeugun-gen, unter denen sich die des Mr. Dodge besonders gewählt undaugenfällig auSnahm. Der ehrliche Kapitän fühlte sich übrigenszu ergriffen, um dieses Stückchen Unverschämtheit zu bemerken;denn in diesem Augenblicke hätte er sogar Mr. Dodge umarmenund an sein Herz brücken können.
„Seyd nicht säumig, Gentlcmen," ergriff der Kapitän aufsNeue das Wort; „laßt uns die Gläser füllen und dem Abend seineEhre anthun. Wir stehen Alle in GokteS heiliger Obhut undtrifften in den Böen des Lebens umher, je nachdem Er den Windblasen heißt. ,Die Liebchen und Frauen!< Auch wollen wir dieschönen muthigen, verständigen und bezaubernden Töchter nicht ver-gessen, Mr. Effingham."
Nach diesem Pröbchen von nautischer Galanterie begann dasGlaS zu kreisen. Der Kapitän, Sir George Templemore (wie derunächte Baronet noch immer in der Kajüte genannt wurde, weildie Fälschung nur in Eva'S Kreis bekannt war,) und Mr. DodgeIhaten derbe Züge, obschon der Erstere zu viel auf den Ruf seinesSchiffes hielt, um zu vergessen, daß er sich im November an deramerikanischen Küste befand. Die klebrigen nahmen nur mäßigenNnlheil, obschon auch sie einigermaßen dem Einfluß der gutenLaune Raum gaben, wie denn überhaupt jetzt zum ersten Mal seitihrer Flucht aus dem Riffe in der Kajüte wieder das frühere Lachenertönte. Nachdem sie etwa eine Stunde beisammeugesessen, stelltesich wieder einigermaßen die Freiheit und Behaglichkeit her, welchedem Verkehr eines Schiffes eigenthümlich find, sobald das Eis ein-