Druckschrift 
21 (1845) Die Heimkehr, oder die Verfolgung : ein See-Roman
Entstehung
Seite
543
Einzelbild herunterladen
 

5-13

zu vermulhen, daß er mit seinen neuen Dienstleistungen einen schwe-ren Stand haben dürste. Um übrigens Zeit zu gewinnen, drückteer den Ellenbogen in die Seite seines Maten, ihm dadurch einenWink gebend, daß jetzt die Reihe an ihm sey, etwas zu sprechen.

Es hätte noch schlimmer auSsallen können, Mr. Monday,"bemerkte Leach, seine Haltung in der Weise eines Mannes ver-ändernd, dessen moralische und physische Thätigkeit sich pari zinssuentfaltet;eS hätte noch viel schlimmer ausfallen können. Ich saheinmal einen Mann, welcher in den Unterkiefer geschossen wurdeund noch vierzehn Tage lebte, ohne auch nur die mindeste Nahrungzu sich nehmen zu können!"

Gleichwohl sah Mr. Monday den Maten mit großen Augenan, als meine er, die Sache hätte nicht viel schlimmer werdenkönnen.

Dies war in der Thai ein schwerer Fall," fügte der Kapi-tän bei;denn natürlich war es dem armen Teufel unmöglich, sichohne Lebensmittel wieder zu erholen."

Und auch vom Trinken war keine Rede, Sir. Er nahmkeinen Schluck irgend einer Flüssigkeit mehr zu sich von der Zeitseiner Verwundung an, bis er den letzten Sturz that, als wir ihnüber Bord warfen."

Vielleicht liegt Wahrheit in dem Sprichworte:Elend liebtGesellschaft," denn Mr. Monday'S Auge wandte sich dem Tischezu, auf welchem noch immer die Flasche mit der Herzstärkung stand,von der ihm John Efsingham kurz zuvor gegeben halte, weil ermeinte, es sey von keinem Belang mehr, was der Verwundete genieße.Der Kapitän verstand den Blick, und da er über den hoffnungslosenZustand des Patienten die gleiche Ansicht hegte, zugleich aber auch ihmeinen freundlichen Trost bringen wollte, so goß er ein kleines Glasein und ließ es den Kranken austrinken. Die Wirkung war au-genblicklich, denn es scheint, der Branntwein, dieser verrätherische

_e.