5L2
daß mein würdiger alter Vater zu sagen Pflegte, in einem solchenAugenblicke müsse der arme Sünder tüchtig aufgerüttelt werden."
«Ich glaube, Sir, Mr. Monday ist, wie die Welt eben gehtund steht, ein anständig gesetzter Mann gewesen; und wenn wirins Auge fassen, daß er ein Passagier ist, so möchte ich eher zudem Versuch rathen, ihn leicht und ohne solche methodistische Sturz-wellen abzulösen."
„Ihr habt vielleicht Recht, Leach — Ihr habt vielleicht recht.Thne, wie Du willst, daß man Dir thue — dies ist im Grunddoch eine goldene Regel. Doch da kömmt Mr. John Effingham,vermuthlich werden wir jetzt eintreten können."
Die Vermuthung des Kapitäns war richtig gewesen, dennMr. Monday hatte eben eine Herzstärkung eingenommen und denWunsch ausgedrückt, die beiden Offiziere zu sehen. Das Staats-gemach war ein kleines, reinliches, sogar schön auSgestatteteS Stüb-chen von ungefähr sieben Fuß im Geviert und hatte ursprünglichzwei Lagerstätten besessen, deren obere übrigens John Effingham,ehe er von seinem Quartiere Besitz nahm, durch den Zimmermannabschlagcn ließ, so daß Mr. Monday jetzt in dem vormaligen un-teren Bette lag. Hiedurch gewann er eine tiefe Lage, so daßihm sein Wärter leichter Beistand leisten konnte. Eine mit einemSchirm versehene Lampe erhellte das Gemach hinreichend, umden Kapitän, als er sich niedersetzte, den ängstlichen Ausdruck indem Auge des Sterbenden wahrnehmen zu lassen.
„Es thut mir leid, Euch in diesem Zustands zu sehen, Mr.Monday," begann Kapitän Truck, „um so mehr, da er eine Folgeder Tapferkeit ist, welche Ihr im Kampfe um die Wiedererringungmeines Schiffs an den Tag legtet. Vo>z rechtSwegen hätte dieserUnfall einen von den Matrosen des Montauk — oder den Mr. Leachhier oder selbst mich betreffen sollen."
Mr. Monday blickte den Sprecher an, als habe der beabsich-tigte Trost völlig seine Wirkung verfehlt und der Kapitän begann