7
455
hastig die Steuerleine, denn das Boot war dem nördlichen Riffemerklich näher gekommen. Ein Luftstrom half ihm sein Berseheuwieder gut machen, und Alle in der Lansche bemerkten nun bald,daß der Lärm mehr und mehr zurückwich.
„Die Strömung mindert sich," sagte Paul „und die Fluth istnun so weit vorgeschritten, daß wir demnächst Hochwasser habenmüssen. Wir werden sie bald zu unseren Gunsten Umschlagen sehen»und dann können wir uns für sicher halten."
„Dies ist in der That eine Segensbotschaft, und keine Dank-barkeit ist im Stande, je unsere Schuld gegen Euch abzutragen»Mr. Powis."
Die Windstöße nahmen jetzt Pauls ganze Aufmerksamkeit inAnspruch, denn sie wurden wieder veränderlich und zuletzt kam dieBrise unmittelbar von vorne, eine halbe Stunde lang in dieserRichtung fortblasend. Sobald dieser Wechsel sich fühlbar machte,wurden die Segel darnach gesetzt und das Boot begann abermalsdas Wasser unter seinen Bugen aufzuwühlen.
„Das Umschlagen ist so plötzlich erfolgt» daß wir uns in derRichtung nicht täuschen können," bemerkte Paul. „Außerdem dientuns dieser Lärm zum Lootsen. Nie war mir ein Geschrei an-genehmer."
„Ich fühle mit dieser Spiere den Boden!" sagte Mr. Bluntplötzlich.
„Barmherzige Vorsehung beschütze und schirme das hülfloseliebliche —"
„Nein, ich fühle ihn nicht länger. Wir sind schon wieder intieferem Wasser."
„Es war der Fels, auf welchem bei unsrer Einfahrt der Ma-trose stand," rief Paul, wieder freier athmend. „Auch freue ichmich, daß sich jene Stimmen mehr und mehr in unser Lee machen.Wir wollen auf diesem Gange sesthalten" — der Bootsschnabel