war nemlich gen Norden gerichtet — „bis wir das Riff treffen.Wenn uns nicht etwa der Lärm als Warnungszeichen dient."
Das Boot bewegte sich nun mit einer Geschwindigkeit vonzwei Seemeilen ü in der Stunde oder weit schneller, als auch einsehr rascher Läufer zu gehen im Stande ist. Sein Steigen undFallen deutete auf die lange schwere Schwellung des OceanS, unddas Plätschern des Wassers begann mehr und mcl>r hörbar zuwerden, so oft das Fahrzeug in den trägen Wcllenkurven niedersank.
„Dies klingt wie die Brandung des Riffs," fuhr Paul fort.„Alles deutet darauf hin, daß wir außerhalb der Klippen sind."
„Gott gebe es."
„Wir hören deutlich Wellen, die sich an einem Felsen brechen— allerdings in unbequemer Nähe und leewärts von uns; aberdennoch schlägt diese Musik lieblich an mein Ohr."
DaS Boot steuerte stätig vorwärts und streifte mehreremalehart an vorspringenden Riffen, wie man aus dem Ton und ein-oder zweimal sogar aus dem Augenschein entnehmen konnte; aberder Lärm der Beduinen gewann allmählig eine andere Richtung undkonnte bald völlig im Stern gehört werden. Paul wußte, daß dasRiff bald nach Zurücklegung des Einlasses sich gen Osten bog,und gab sich nun der Hoffnung hin, daß sie schnell von dessen west-lichem Ende oder jenem Thcile abkommen würden, der am weitestenin den Ocean hinauslief. Hatten sie einmal so viel gewonnen, sobot sich ihnen mehr Wasser im Lee, da sein Kurs, wie er glaubte,nahezu nördlich war.
DaS Geschrei zog sich immer weiter zurück, und das dumpfeBrausen der Brandung klang nicht mehr so nah, daß man vonden Klippen etwas besorgen mußte.
„Habt die Güte, mir das Loth und die Leine zn bringen, dieam Fuße des Mastes liegen," sagte Paul. „Unser Wasser scheintbedeutend tiefer zu werden und die Wellen kommen regelmäßiger."
» Sine deutsche Meile.