382
„Es müßte denn seyn, daß Ihr der amerikanischen Demo-kratie nicht trautet," entgegnete Paul lächelnd, „und Euch dahergeneigt fühltet, durch jeweilige Aufopferung Eures Rangs undTitels sie für Euch günstig zu stimmen."
„Ihr thut mir wahrhaftig Unrecht. Mein Bedienter, derwirklich Sharp heißt, hatte das Staatsgemach gemiethet, und alsich mich mit seinem Namen anreden hörte, beging ich die Schwäche,denselben bcizubehalten, weil ich meinte, er dürfte für ein Paket-boot bequem genug sepn. Hätte ich auch nur im Mindesten vermu-thet, mit den EsfinghamS zusammenzntreffen, so würde ich michdieser Thocheit nicht schuldig gemacht haben, da ich Mr. und MißEffingham von früher her kenne."
„Während Ihr Euch wegen eines so verzeihlichen Vergehensentschuldigt, vergeßt Ihr, daß es einem Mann gegenüber geschieht,der denselben Fehler begangen hat. Ich kannte Euch von Person,weil ich Euch auf dem Continent gesehen hatte, und da ich Euchgeneigt sah, unter dem unansehnlichen Namen Sharp zu reisen,setzte ich mir'S in einem Augenblicke der Gedankenlosigkeit in denKopf, die entgegengesetzte Bezeichnung Blunt anzunehmen. EinReisenamen ist bisweilen sehr bequem, obschon ich vermuthe, daßes allen Täuschungen Vorbehalten ist, früher oder später ihre eigeneStrafe herbeizuführen."
„Jedenfalls ist so viel sicher, daß die Unwahrheit zu ihrer Unter-stützung wieder der Unwahrheit bedarf. Da wir aber einmal damit ange-fangen haben, würde cs nicht passender seyn, dabei zu verharren, bis wirAmerika erreicht haben? Ich wenigstens kann jetzt mein Recht an meinen«igcnenNamen nicht behaupten, ohne einen Usurpator absetzen zu müssen."
„Für Euch wird es zuverlässig sehr zweckmäßig seyn, wärees auch nur deshalb, um der Huldigung jenes doppelt destillirtenDemokraten, des Mr. Dodge, zu entgehen. Was dagegen michbetrifft, so bekümmert man sich zu wenig um mich, als daß cSvon Belang wäre, wie ich genannt werde, obschon ich es aus