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sich lange vor den Uebrigen nach ihren Gemächern zurück, wäh-rend Letztere mit einer Freiheit »nd Zwanglosigkeit, dergleichen sic,solang sie an Bord waren, nie gefühlt hatten, ihren Spaziergangfortsetzten.
„Unsere Lage ist wenigstens neu für ein Häuflein Pariser,Wiener, Römer, oder mit welchen anderen Namen man uns sonstbezeichnen möchte," bemerkte Eva.
„So sagt lieber Schweizer," entgegnete Blunt, „denn ichglaube, selbst der Kosmopolit hat ein Recht, unter ihnen seinenLieblingsaufenthalt zu wählen."
Eva verstand die Anspielung auf die paar Wochen, welche erin ihrer Gesellschaft unter der großartigen Scenerie der Alpen ver-bracht hatte, mochte aber doch ihre Gedanken nicht kund geben;denn wie unbefangen auch ein Mädchen sehn mag, hängt ihm dochstets eine gewisse Empfindlichkeit an, sobald auf Gegenstände dieSprache kommt, die das Herz näher berühren.
„Ihr zieht also die Schweiz allen übrigen Euch bekanntenLändern vor?" fragte Mr. Sharp. „Von England wollen wir garnicht reden; denn obgleich wir, die Söhne dieser Insel, so vieleZauber daran sehen, muß doch zugestanden werden, daß Fremdeselten von ganzem Herzen in unser Lob einstimmen. Ich glaube,die meisten Reisenden würden Italien die Palme zugestehen."
„Ich bin ganz derselben Ansicht," entgegnete der Andere,„und stünde eS mir frei, einen Aufenthalt für'S ganze Leben zuwähle», so würde ich Italien zu meiner Heimath machen. Denn-noch glaube ich, daß wir einen Wechsel in unfern Wohnplätzeneben so sehr lieben, wie den in den Jahreszeiten. Italien ist derSommer, und ich fürchte, man könnte sogar eines ewigen Junismüde werden."
„Ist nicht Italien vielmehr ein Herbst — ein Land, in wel-chem die Ernte eingethan ist und wo man bereits das Laubfallen sieht?"