Druckschrift 
21 (1845) Die Heimkehr, oder die Verfolgung : ein See-Roman
Entstehung
Seite
351
Einzelbild herunterladen
 

351

Kaum war dies geschehen, als das Bast eine ziemliche Streckevon dem Lande abruderte und die Taue zuerst von der Lauschedann von dem Boot selbst ausholte, bis nichts mehr davon übrigwar. Dann wurde die Kedsch niedergelassen, und die Matrosen inder Lausche begannen die angehängten Taue einzuholen. Da nundie Jolle sogleich wieder zurückkehrte und ihre Mannschaft an derArbeit mithalf, so begann die ganze Reihe von Booten, nachdemman zuerst die Kedsch, vor der sie geritten, aufgezogen, langsamvom Ufer zurückzuweichen.

Kapitän Truck hatte sich über die Wirkung dieses Manöverseine ganz richtige Muthmaßung gebildet. ES war so ungewöhnlichund geschah so allmählig, daß Lausche und Floß nach der Kedschaufgewarpt waren, ehe die Beduinen eigentlich begriffen, was vor-ging. Die Boote waren nun ungefähr fünfzehn Ruthen von demWrack entfernt, denn Mr. Leach hatte völlig zweihundert Fadenkleinen Tauwerks anslaufen lassen; die Entfernung minderte daherbeträchtlich die Gefahr, welche von den Musketen der Beduinin zubesorgen stand, obschon sich die Nachen noch immer in Schußweitebefanden. Neber diesem Geschäfte war nun nahezu eine Stundeentschwunden; denn da sich Wind und Wellen hoben, war die Be-wegung nicht leicht in anderer Weise oder überhaupt in kürzererFrist auszuführen.

Der Zustand des Wetters und das sich steigernde Ungestümder Barbaren, machten es nun für die, welche sich noch an denKlippen befanden, ungemein wünschenswerth, wieder in ihre Bootezu kommen. Schon ein sehr mäßiger Windstoß mußte sie zwingenihre sauer erworbenen Bortheile aufzugeben, und aus dem Beneh-men der Umgebung ging ziemlich deutlich hervor, daß die Freund-schaft nicht mehr lange Bestand halten konnte. Sogar der alteScheck zog sich zurück, schloß sich aber, statt ans das Wrack zugehen, dem Hansen am Ufer an, wo man ihn mit mehreren ande-ren alten Männern, die heftig gestiknlirten und je zuweilen auf die