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„Ihr hättet bann ein Dankgebet sprechen können. Ich glaube.Euer Großvater war ein Pfarrer, Leach."
„Ja, Sir, — und wie ich höre, hat Euer Vater dasselbe Ge-werbe getrieben."
„Man hat Euch ganz richtig belehrt, Mr. Leach. Mein Vaterwar ein so demüthiger, frommer und bescheidener Christ, wie nurje einer aus das Kanzelpult geklopft hat — ein armer Mann und,wenn ich die Wahrheit sagen soll, ein armer Prediger obendrein,aber eifrig und aus dem Grunde seines Herzens andächtig. Ichentlief ihm, als ich zwölf Jahre alt war, und brachte seit dieserZeit nie wieder acht Tage hinter einander unter seinem Dache zu.Er konnte nicht viel für mich thun, da er nur wenig Erziehungund kein Geld hatte; auch vermuthe ich, daß er sein Geschäft soziemlich nur um des Glaubens willen betrieb. Er war ein guterMann, Leach, obschon er für eine Person, die sich als Volkslehrcraufgethan hat, zu wenig auf's Einnehmer, hielt; und was meineMutter betrifft — wenn je ein reiner Geist auf Erden weilte, sohatte er sich ihren Körper zum Wohnplatz gewählt."
„Ja, dies ist so gemeiniglich bei den Müttern der Fall, Sir."
„Sie lehrte mich beten," fügte der Kapitän mit etwas heisererStimme bei; „aber offen gesprochen, seit ich mich auf dieser Lon-doner Lini^ umtreibe, finde ich nur wenig Zeit für etwas Anderes,als schwere Arbeit, so daß mir aus Mangel an Uebung das Betenals das schwerste Geschäft verkömmt, an das ich Hand legen könnte."
„Gerade so ergeht es uns Allen. Ich bin der Ansicht, Kapi-tän Truck, daß die Unternehmer der Londoner und Liverpooler Fahrtenein ziemliches Häuflein verlorner Seelen zu verantworten haben."
„Ja, ja, wenn man'S nur ihnen zuschieben könnte, so wäre esgut genug; aber mein ehrlicher alter Vater behauptete stets, daßJedermann für seine eigenen Sünden in die Lücke treten müsse.Freilich wollte er auch wissen, es sey uns Allen zum Voraus be-