„Aber die Weit hat bis jetzt nur einen einzigen Franklingesehen?"
„Wird auch wahrscheinlich so bald keinen zweiten zu sehen krie-gen. In Amerika bringt man den jungen Leuten die ganz richtigenBegriffe bei, daß sie sich durch Verdienst zu den höchsten Staats-stellenheben können, und Mr. John Efsingham meint, daß sich nurallzuviele davon einbilden, weil es ihnen freistehe, sich alle hoheEigenschaften, die zufälligerweise eben Geltung haben, anzueignen,paffen sie in der That zu gar Allem. Sogar mein Vetter gibt zu,daß diese Eigenthümlichkeit dem Lande sehr zu Statten komme;aber er behauptet, daß sie auch viel Schaden bringe, indem siealler Orten zu dem Aufschießen anmaßender Leute Veranlassunggebe. Unter diese letzte Claffe zählt er nun auch Mr. Dodge.Statt den mechanischen Theil der Presse zu besorgen, für den ererzogen wurde, hat er sich in den Kopf gesetzt, den geistigen zuleiten, und in dieser Absicht gibt er den Lotive Inguiner heraus."
„Es muß ein sehr werthvolles Journal sehn."
„Höchst wahrscheinlich entspricht es seinen Zwecken. Ihr be-merkt, daß Unwissenheit und Vorurtheile der Provinz in ihmstecken, und ich stehe dafür, er braucht seine Zeitung zum Cirku-lationSmittel derselben, indem er sie außerdem noch zum Organeder persönlichen Bitterkeit, des Neides und der Lieblosigkeit macht,durch welche sich gewöhnlich die Anmaßung characterisirt, die sichselbst irrthümlichcrweise für edlen Ehrgeiz hält. Mein Vetter Jackbehauptet, daß es in Amerika von Leuten dieses Gelichters wimmle."
„Und Monsieur Efsingham?"
„Oh, Ihr wißt, Mademoiselle, mein Vater ist die Milde undLiebe selbst; er betrachtet nur die lichten Stellen des Bildes, den»er behauptet, aus der Regsamkeit und Schwungkraft eines solchenZustandes der Dinge entsprängen sehr viele gute Resultate. Erräumt zwar ein, daß viel schreiende Unwissenheit als WeisheitauSgekramt werde, — daß viel engherzige Unduldsamkeit unter