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21 (1845) Die Heimkehr, oder die Verfolgung : ein See-Roman
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Seite
196
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dieser zärtlichen Stellung, richtete sich dann wieder auf und fragteNanny, ob sie auf dein Deck gewesen sey.

Ich gehe alle halbe Stunden hinauf, Miß Eva, denn ichmeine, es sey eben so gut meine Pflicht, hier über Euch zu wa-chen, wie zu der Zeit, als ich Euch ganz für mich in der Wiegehatte. Ich glaube nicht, daß Euer Vater heute Nacht viel schlafenkann, und mehrere von den Gentlemen in den andern Kajüten habensich gar nicht ausgekleidet. So oft ich an den Thürcn ihrer StaatS-gemächer vorbeikomme, fragen sie mich, wie Ihr in diesem SturmeEure Zeit verbringt."

Die Glut aus Eva's Wangen wurde höher und Anna Sidleymeinte ihr Kind nie schöner gesehen zu haben, da das Helle schwel-lende goldene Haar, welches sich dem Zwange des Häubchens ent-rissen hatte, an den Schläfen niederfiel und die Augen des Mäd-chens, aus denen stets das edelste Gefühl leuchtete, noch sanfterund strahlender als gewöhnlich machte.

Sie verbergen die eigene Unruhe unter einer erkünstelten Be-sorgniß für mich, meine gute Nanny," versetzte sie hastig,undEure Liebe zu mir ist Schuld daran, daß Ihr Euch so leicht durchden Kunstgriff bethören laßt."

ES mag scyn, Ma'am, denn ich verstehe mich nur wenig aufdie Weise der Welt. Ist es nicht schrecklich, Miß Eva, denken zumüssen, daß wir in einem Schiff sind so fern von jedem Land und so schnell über den Grund hinwirbelnd, als ein Pferd nurrennen kann?"

Die Gefahr liegt vielleicht nicht gerade hierin, Nanny."

Das Meer hat doch einen Grund nicht wahr? Ich habeschon behaupten hören, die See habe gar keinen Boden, und dieswürde die Gefahr nur um so größer machen. Ich glaube, wennich gewiß wüßte, daß der Boden nicht sehr tief läge und sich nurhin und wieder ein Fels blicken ließe, so würde ich die Sache nichtfür so gar schrecklich halten."