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diesem Falle ist das Steuer nutzlos, weil seine ganze Gewaltvon der Thätigkeit eines sich bewegenden Körpers gegen ein be-ziehungweise ruhiges Element abhängt. Wenn sich nun Schiff undWasser zumal, mit gleicher Geschwindigkeit und in der ncmlichenRichtung fortbewegen, so ist natürlich die Wirksamkeit des Steuersaufgehoben, und der Rumpf wird dahingetrieben, fast ganz derGewalt von Wind und Wellen preisgegeben. Dies ist übrigensnoch nicht Alles. Die Geschwindigkeit der Wellen ist ost grö-ßer, als die des Schiffs, und dann äußert das Ruder vorüber-gehend gerade die entgegengesetzte Wirkung von der, welche vonihm verlangt wird. Allerdings ist diese letztere Schwierigkeit stetsnur von momentaner Dauer, da sonst die Lage des Seemannshoffnungslos scpn würde; wiederholt sich übrigens oft genug,und in so unregelmäßiger Weise, daß alle Berechnungen undVorsichtsmaßregeln dadurch vereitelt werden. In dem gegenwär-tigen Falle war die Geschwindigkeit deS Montauk so groß, daß erdurch das Wasser dahin zu fliegen schien, und wenn er in seinemRennen durch eine wüthende Welle überholt wurde, so plumpte erschwerfällig in das Element nieder, gleich einem verwundetenThiere, das, an seinem Entkommen verzweifelnd, hoffnungslos insGraS nicdersinkt und sich in sein Schicksal crgiebt. In solchenAugenblicken fegten die Wogenkämme gleich dem Dunst in der At-mosphäre an ihm vorbei, und ein ungewohntes Auge konnte wohlglauben, das Schiff stehe fest, obschon es in Wahrheit mit fürch-terlicher Bedeutsamkeit unter der Waffermaffe dahinwirbelte.
ES ist daher kaum nöthig zu bemerken, daß der Proceß desLenffenS die pünktlichste Aufmerksamkeit auf das Steuer erfor-dert, weil sich'S darum handelt, den Rumpf schleunigst wieder indie geeignete Richtung zu bringen, sobald er durch die Gewalt der Wellenseitwärts geworfen wurde; denn abgesehen davon, daß das Schiff imWasserkessel seinen Weg verlieren kann — an sich schon eine großeGefahr, da es dadurch dem Angriff der nachfolgenden Wellen vollDie Heimkehr. l2