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klärte, daß sie der Eindruck des Augenblicks zwar mit ehrerbietigerScheu, aber nicht mit Unruhe erfülle; denn man findet bei derar-tigen Anlässen Frauenzimmer, weil fie an ein abhängiges Verhält-niß gewohnt sind, in der Regel weit weniger furchtsam, als die-jenigen, die man um ihres Geschlechtes willen für verantwort-licher hält.
„Mademoiselle Biefville hat versprochen mir zu folgen," sagtesie, „und da ich als Amerikanerin, so zu sagen, für die See ge-schaffen bin, so dürft ihr keine Ohnmächten oder auch nur Ver-zuckungen von mir erwarten; bewahrt daher eure Theilnahme fürdie Parisienne auf."
Richtig kam auch bald nachher die Parisienne mit erhobenenHänden und Augen, in welchen sich Furcht, Staunen und Bewun-derung ausdrückten, ans dem Compaßhäuschen. Ihre ersten Aus-rufungen waren Laute des Schreckens; dann aber warf sie einenwehmüthigen Blick auf Eva und brach in Tyränen aus.
„edlr, oeci ost öövisik!" rief sie. „Wenn wir uns trennen,so ist es für das ganze Leben."
„Dann unterlassen wir'S lieber ganz und gar, meine theureMademoiselle. Ihr braucht blos in Amerika zu bleiben, um allenweiteren Unbequemlichkeiten des Meeres zu entgehen. Doch denktnicht länger an die Gefahr, sondern bewundert die Erhabenheitdieses schrecklich schönen Panoramas."
Wohl konnte Eva diesen Anblick mit diesem Ausdrucke be-zeichnen. Die Gefahren, welche jetzt vermieden werden mußten,bestanden in dem Beidrehen und in dem Ueberstürzen des Schiffs.Es heißt zwar im Sprichwort, nichts sey leichter, als vor demWinde zu segeln; aber es gibt Zeiten, in welchen ein Sturm selbstaus einer begünstigenden Richtung bedrohlich wird, und dies wollenwir jetzt kürzlich auseinander setzen.
Die Geschwindigkeit des Wassers, das vor einem Sturme da-hin getrieben wird, ist oft so groß, wie die des Schiffes, und in