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21 (1845) Die Heimkehr, oder die Verfolgung : ein See-Roman
Entstehung
Seite
175
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drängte die ganze Masse ins Lee, die untern Naaenarme in denOcean eintauchend. Tonnen Wassers ergossen sich mit dem dumpfenTone der Erdscholle, welche auf einen Sarg fällt, auf das Deck.In diesem großartigen Augenblick schrie der alte Jack Truck, welcher,triefend von der Sprüh, die über ihn hingewaschen hatte, baarenHauptes und mit glänzend nassen grauen Haaren im Takelwerkstand, aus voller Brust:

Holt die Fockbraffen ein, Jungen! Hinweg mit der Raa wiemit einem Fidelbogen!"

ES wurde aller Kraft aufgeboten. Nur ungerne gaben dieNaaen, auf die eine fast unwiderstehliche Luftsäule drückte, langsamnach, und wie das Segel den Wind mehr senkrecht aufsing, schlepptees den ungeheuren Rumpf mit einer Gewalt, ähnlich der einerDampfmaschine, durch die See. Ehe noch eine andere Welle zufolgen vermochte, schoß der Montauk mit wüthender Geschwindig-keit dahin, und obgleich die Windvierung noch von den Wellen be-strichen werden konnte, wurde doch ihre Gewalt durch die Ge-schwindigkeit des Schiffes selbst dermaßen gemindert, daß die Haupt-gefahr gebrochen war.

Die Bewegung des Schiffs wurde augenblicklich leicht, aberdie Lage desselben konnte noch immer nicht gefahrlos genannt wer-den. Nicht länger von den Wogen hin und her gestoßen, sondernmit ihnen dahin gleitend, fühlten sich die Reisenden nicht mehr sobelästigt, und noch ehe zehn Minuten verflossen waren, befandensie sich meist wieder auf dem Deck, um in freier Luft Erleichterungzu suchen. Unter diesen war auch Eva, welche sich auf den Armihres Vaters lehnte.

Die Scene war furchtbar, ließ sich aber jetzt doch ohne per-sönliche Unbequemlichkeit betrachten. Die Gentiemen sammelten sichum die schöne, blaffe Zuschauerin des großartigen Anblicks, umsich zu erkundigen, welche Wirkung der Sturm auf ihre zarte, andergleichen Auftrite nicht gewöhnte Gestalt geübt hatte. Sie er-