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„Ich wünschte. Euch überreden zu können, daß Ihr meinBenehmen einem besseren Grunde zuschriebet. Könnt Ihr Euch imgegenwärtigen Augenblicke auf nichts besinnen, was ein Bischenehrenvoller für mich wäre?"
„Vielleicht," antwortete Eva nach kurzem Nachdenken; dannlächelte sie wieder und fügte hastig bei: „aber ich fürchte, wennich Euch der Anklage einer nicht zu bändigenden Launenhaftigkeitüberhebe, muß ich Euch einen Grund unterstellen, der Eurem Ver-stände noch weniger zur Ehre gereicht."
„Dies wird sich am Ende zeigen. Glaubt Ihr, baß Made-moiselle Mefville sich meiner erinnere?"
„Nicht möglich. Besinnt Euch — sie war die drei Monate,während welcher wir so viel von Euch sahen, krank."
„Und Euer Vater, Miß Essingham — sollte er mich wirklichganz vergessen haben?"
„Gewiß nicht, denn er vergißt nie ein Gesicht, wie es auchin dem gegenwärtigen Falle dem Namen ergangen seyn mag."
„Er empfing mich so kalt und wie einen völlig Fremden."
„Er hat zu viel Bildung, um einem Manne gegenüber, derunbekannt zu seyn wünscht, eine Erkennungsscene zu feiern oderin Rufe der Ueberraschnng und dramatische Verzückungen auszu-brechen. Außerdem besitzt er festere Grundsätze, als ein Mädchen,und dürfte wohl mit einer Laune weniger Nachsicht haben."
„Ich bin ihm für seine Zurückhaltung verpflichtet, denn eineBloßstellung müßte mich lächerlich machen, und so lange Ihr under allein mich kennen, fühle ich mich in diesem Schiffe wenigerbeengt. Ich bin überzeugt, von dieser Seite ans droht mir keinVerrath."
„Verrath?"
„Verrath, Entdeckung, Vernichtung, wenn Ihr wollt; aberalles dies ist immerhin besser, als das Spielen einer lächerlichenRolle."