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21 (1845) Die Heimkehr, oder die Verfolgung : ein See-Roman
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Focktackelwerk gegenüber gestanden; jetzt aber befand es stch kaumnoch in gleicher Linie mit dem Besahnmaste. Der Lieutenant er-kannte rasch den Nachtheil, in dem er stch befand, und rief deshalb:Holt aus!" denn er fand, daß der Kutter dicht unter das Heckdes Schiffs fiel und schon mit der nächsten Minute stch im Kiel-wasser befinden mußte. Der Bugmann des Boots warf einen leich-ten Enterhaken mit solcher Sicherheit aus, daß er fich in den Be-sahntackeln verfing; die Leine spannte fich augenblicklich an und derKutter taute nach. In demselben Momente ging ein Matrose, dervon dem Steuerrade herkam, an dem äußeren Rande des Sturm-häuschens vorbei: er hatte übrigens kaum den Stand der Dingebemerkt, als er mit der Entschlossenheit eines alten TheerS ruhigmit seinem Messer über das straffe Tau hinfuhr, so daß es wieeine Packschnur abriß. Der Enterhaken fiel in die See, und dasBoot trieb sich in dem Kielwasser des Schiffes. Alles dies war soschnell vor sich gegangen, daß man während des ganzen Vorgangskaum einmal Athem holen konnte. Aber auch das Beschlagen derSegel und das Einsetzen der Ruder war nur das Werk eines Au-genblicks, und der Kutter Pflügte unter der gewaltigen Anstrengungseiner Mannschaft durch das Wasser.

Die Leute sind muthig und hurtig obendrein!" bemerkte Ka-pitän Truck, der gelassen an einer der Wände lehnte nnd fich ineiner Lage befand, in welcher er Alles, was vorging, gut überblickenkonnte. Er benützte die Gelegenheit, die Asche von seiner Cigarreabzuschütteln, und fuhr fort:Ein hübscher junger Mensch, der'swohl noch zum Admiral oder sogar noch zu etwas Besserem brin-gen kann, wenn er am Leben bleibt vielleicht mit der Zeit zueinem Cherub. Na, wenn er noch viel länger in unserem Kiel-wasser fortrudert, so werde ich ihn anfgeben müssen, denn dannhat er ein Bischen zu viel vom Seesoldaten an fich. Ah, jetztschiert er heraus wie ein verständiger Junge, der er auch ist.Wahrhaftig, eS liegt etwas Allerliebstes in dem Gedanken, mit