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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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Geist des Pater Johann Zwiesprache gehalten. Diese Sagen fan-den ein gläubiges Ohr oder nicht, je nach der Fähigkeit der Zu-hörer; auch trug man sich mit einer andern Erzählung, die von sobestätigenden Umständen begleitet war, daß vorübergehend auch dieGcmülher derjenigen beunruhigt wurden, die sonst wenig geneigtwaren, Ereignissen von mirakeihafter Natur Aufmerksamkeit zu schenken.

Ein Bauer sollte, als er im Forst einen wenig besuchten Pfadging, Berchthold begegnet seyn, der in seine grüne Tracht gekleidetwar, Jagdhorn und Mütze trug, und seinen gewöhnlichen Hirschfängeran der Seite hatte kurz, ganz so, wie er dem Leser auf einemfrüher« Blatte dieser Geschichte vorgestellt wurde. Der Erzählungnach war der Jüngling in heißer Jagd auf einen Rehbock begriffenund von der eifrigen Verfolgung ganz roth gewesen. Von Zeit zuZeit habe er in sein Horn gestoßen. Die Hunde waren in seinerNähe und gehorchten, wie gewöhnlich, seinem Ruf; überhaupt wardie Erscheinung ganz so beschrieben, daß sie die meisten Züge ausder täglichen Beschäftigung des Försters in sich faßte.

Hätte die Sage hier geendet, so wäre sie wohl unter tausendandern ähnlichen Wundererscheinungcn, die man sich in jenem aber-gläubischen Lande erzählte, eine Weile mitgelaufcn lind dann ver-gessen worden. Es knüpften sich aber positive Umstände daran, diein einer unbestreitbaren Weise zu den Sinnen sprachen. Man ver-mißte nämlich schon seit einigen Wochen die zwei LicblingShundedes Försters, und von Zeit zu Zeit hörte man in den Forsten einvon den Bergen wiederhallendes Gebelle, das unläugbar dem ihri-gen glich.

Diese außerordentliche Bestätigung der Erzählung des Bauernsiel in die Woche, welche der Rückkehr der Pilger voranging. Letz-tere fanden daher ihre Mitbürger in großer Aufregung, denn amnämlichen Tage war fast halb Dürkheim in dem Paffe des Hardt-gebirgcS gewesen, den wir in dem Einleitungskapitel dieses Werksschilderten, und hatte mit eigenen Ohren das tiefe Gebell der