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zubringen, und der Bürgermeister selbst, welcher fürchtete, dieNachlässigkeit des MiethlingS könnte Unglück über die Stadt brin-gen, schloß sich der Partie mit so viel Emsigkeit an, als habe erbis jetzt noch gar nichts zu Erreichung ihres Wallfahrtszweckesgethan.
Die Sonne hatte sich schon weit gegen Westen gesenkt, alsdie Pilger wieder ihre Wanderung nach der Pfalz antraten. PaterArnolph stellte sich abermals an ihre Spitze, und sowohl von demAbt gesegnet, als wieder in Gnaden bei der Kirche, ging der ganzeZug, wenn auch nicht mit erleichterten Herzen, so doch mit er-frischten Körpern, neu erwachter Hoffnung und wesentlich verkleiner-ten Packe» seines Weges.
Als sie das Ende der Ebene erreichten, wo sie noch einmaldie Abtei überblicken konnten, machten Ulrika und Lottchen Halt.Die beiden Frauen, Meta und überhaupt die meisten Theilnehmeran dem Pilgerzuge beteten hier lange und brünstig — oder schienenes wenigstens zu thun. Nachdem sie sich wieder von ihren Knieenerhoben hatten, näherte sich der Prior, der die ganze Zeit seinesAufenthalts im Kloster religiösen Uebungen geweiht und für seinenGeist eine Erfrischung geholt hatte, welche im Verhältniß zu derAufrichtigkeit seines Glaubens stand — mit Blicken, die von hei-liger Hoffnung strahlten, und einem Antlitze, das den inneren Frie-den seiner Seele wiederspiegeltc — der Hauptgruppe der Frauen.
„Meine Töchter," begann er, „wir find jetzt im Begriffe, fürimmer von dem Heiligthume unserer lieben Frau von EinsiedelnAbschied zu nehmen. Wenn ihr etwas gesehen habt, was geeignetwäre, der hohen Erwartung, mit welcher sich die frommen Gläu-bigen diesem geheiligten Altar zu nähern pflegen, Abbruch zu thun,so schreibt es auf Rechnung der Gebrechlichkeit, welche von dermenschlichen Natur nicht zu trennen ist, und habt ihr ans euernOpfern und Gebeten Trost und Ermuthigung gewonnen, so mögtihr dies mit Zuversicht der Güte Gottes beimeffen. Und Du, mein