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Athem verlassen hat? ES heißt zwar, die Seele bleibe leben,und man müsse für sie sorgen. Ich will weder das eine noch dasandere in Abrede ziehen; aber ist es vernünftig, mit klingelndemGeld ein Erlösungspatent zu kaufen für etwas NngreifbareS? Seheman dort jenen Spitzbuben, den Schmied! — Vergebt, hochgebor-ner Graf — aber unsere Stadt hat den Galgenstrick gedungen,für sie Buße zu thun, und kaum sind meine Augen von ihm ab-gewandt, so werden seine Lippen so unbeweglich, wie die Flügeleiner Windmühle in ruhiger Luft. Meine Pflicht gegen Di'nkheimfordert, daß ich ihm einen Rippenstoß gebe; dann wollen wir, mitEurer Gnaden Wohlnchmen, tiefer in die Philosophie unserS Vor-habens eingehen."
Nach diesen Worte» eilte Heinrich mit lobcnSwerther und ern-ster Aufmerksamkeit für die Interessen seiner Mitbürger den Ganghinab und auf den religiösen Miethling zu, den er vollkommen un-beweglich fand; auch bedurfte es wiederholten nachdrücklichen Rüt-telns, bis es ihm gelang, den Schmied aus einem tiefen Schlum-mer zu wecken.
Mittlerweile ging Emich weiter, noch immer mit seinen Ge-danken beschäftigt. Er hatte das Gitter des ChorS erreicht, undwar eben im Begriffe, wieder umzuwenden, als ihm eine dunkleGestalt, die an der Seite der Thürc erschien, näher zu kommenwinkte. Emich leistete Folge und fand, daß sein alter NebenbuhlerBonifaciuS seine Ankunft erwartete.
Die Begrüßung dieser beiden alten Feinde war höflich, aber abge-messen. Nach kurzer Verhandlung jedoch zogen sie sich in Gemein-schaft zurück, und eS war schon Heller Tag, ehe sich der Grafvon Hartenburg wieder unter den Pilgern zeigte. Die Einzelnhei-ten dessen, was in dieser geheimen Besprechung vorfiel, kamen nievor die Oeffcntlichkeit,. obschon spätere Ereignisse Grund geben zuglauben, daß sie Beziehung hatte auf die endliche Schlichtung deslangen Streits über den Fortbestand Limburgs im Jägerthal. I»