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serem feierlichen Vertrage, wie auch nach den geleisteten Vergütun-gen hätte ich auch ein Recht gehabt, dies zu erwarten; aber es scheint,Deine Herrschsucht verläßt Dich nicht, selbst in der Verbannung."
„Du bist im Jrrthum, wenn Du meinst, ich könne meinerselbst oder meines Amtes vergessen, roher Emich. Die Frage wurdean den Benedictiner gestellt, nicht an Dich."
„So soll der Benedictiner antworten. Ich frage Dich, Vater,ist es gebührend oder gerecht, daß der Seele eines Jünglings vongutem Ruf, sittlichem Wandel und schönen irdische» HoffnungenHülfe verweigert werde, um des bloßen Neides einer alten Feind-schaft willen, oder weil seinen Tod einige Züge begleiteten, diefreilich besser unterblieben wären."
„Die Kirche muß hierin für sich selbst urtheilen, edler Pilger,und die Entscheidung fällen nach den Regeln, die ihr vorgeschrie-ben sind."
„Bei den heiligen eilftausend Jungfrauen, Du vergissest, daßalle Gebräuche beobachtet worden sind, und daß die Messen nichtwie ein Bettleralmosen begehrt wurden, sondern ehrlich in Goldbezahlt werden sollten, das man zum Besten des Jünglings ange-boten hat. Wenn in dieser Weise nicht genug geschehen ist, soschwöre ich Dir, Bonifacius — denn Dein Einfluß scheint hier starkzu sehn — daß nach meiner Rückkehr um seinetwillen weitere Opfergebracht werden sollen. Berchthvld war mir sehr theuer, und ichmöchte nicht, daß all sein Andenken unter der Asche von Limburgverloren gegangen wäre."
Obschon beide in ihrer verschiedenen Weise reizbar, heftigund jedes Zügels ungewohnt waren, so fehlte cS doch weder Emich,noch Bonifacius an dem Grade von Selbstbeherrschung, welcher fürMänner, die mit der Sorge für wichtige Interessen betraut sind,so nothwendig ist. Sie hatten früh gelernt, ihre Gefühle mehroder weniger der Klugheit zu unterwerfen, und obgleich sie nichtvöllig im Stande waren, eine kalte Gleichgiltigkeit über Gegenstände