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dem Ritter zumuthen, daß sie zu allen Zeiten ihre Rüstung tra-gen. Dieser Ketzer will den Laien zu einem Münch umwandcln,während doch die Schönheit der Schöpfung in ihrer Ordnung liegt;und wer mit der Seelsorge beauftragt ist, hat genug zu thun, ohnedaß er diese beständige Last auf die Schulter Solcher legt, die ohne-dem schon mehr weltliche Sorgen haben, als sie tragen können."
„Wären alle Uebrtgen mehr von Deiner Gesinnung, meinSohn, so hätten wir weniger Mühe und eine bessere Zucht. UnsereAltäre sind nicht unnütz, und wenn diejenigen, welche sie besuchen,sich mit dem Gedanken begnügen könnten, daß sie völlig hinlänglich sindfür ihr Bedürsniß, so würde der Welt viel Zwist undvielleicht auch man-ches Blutvergießen erspart bleiben. Aber, Herr Ritter und Pilgrim,"fuhr der Abt fort, indem er seine Stimme zu einem vertraulicherenTone dämpfte, „es wird mir wohl gestattet sehn, meine Ueber-raschung darüber auszudrücken, daß ich einen Mann von so gesunden undachtbaren Ansichten als Theilnehmer an dem Bußgange sehen muß,welcher wegen Gcwaltthat an einem Kloster auferlegt wurde."
Albrecht von Viederbach zuckte die Achseln und entsandte einenvielsagenden Bllck nach seinem Vetter.
„Was willst Du, durchlauchtiger und hochgeehrter Prälat —wir Alle sind nur Geschöpfe des Zufalls. Gastfreundlichkeit undKameradschaft wollen ihre Rechte haben, der Ansprüche des Blutsund der Verwandtschaft gar nicht zu gedenken. Der schlimme Aus-gang des Rhodischen Krieges, die Sehnsucht nach den deutschenGefilden (denn das Vaterland zieht uns im Unglück besonders starkan) und die Gewohnheit einer unsteten Lebensweise führten michnach dem Schlosse Hartenburg; und wenn man einmal irgendwo ist,so kann es Wohl Niemand wundernehmen, wenn der Gast keinenAnstand nimmt, dem Wirthe für einen kurzen Zug sein Schwerdtzu leihen. Du weißt wohl, durchlauchtiger Rüdiger, daß derglei-chen Sprünge nicht so selten sind, um für ein Mirakel gehaltenwerden zu können."