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schreit. Wer Gelb nöthig hat, raubt in einer oder der andernGestalt, und der Freund der Gemächlichkeit zieht Ruhe dem Ge-tümmel vor. Alles dies nebst vielen anderen Folgerungen läßt sichberechnen; aber wenn Du mir sagen kannst, welche Richtung derLämmergeier cinschlagen wird, wenn er seine» Flug über dein Al-pengebirg hinaus nimmt, so will ich auch Dir den Weg namhaftmachen, den der menschliche Geist verfolgen dürste, sobald er einmalauf dem Occan der Spekulation und der Beweisjagd schwimmt."
»Desto noihwendiger ist eS, ihn in den heilsamen Schrankender Zucht und des Dogma'S zu erhalten."
„Wäre die Zucht gleich unfern Klostermauern, so würde WohlAlles recht sehn; so aber werden die Menschen eben das, Wa-ste sind."
„Wie — hältst Du den Glauben für nichts? Wie ich höre,hat Limburg sehr fromme Brüder besessen. Pater Johann, der inVerlheidigung Deiner Altäre umkam, kann noch heilig gesprochenwerden — des vortrefflichen Priors gar nicht zu gedenken, der mitden Wallfahrern hier angelangt ist."
„Ich lege dem Glauben hohen Werth bei, vortrefflicher Bruder,und glücklich ist derjenige, welcher seine unruhigen Zweifel durchein so angenehmes Auskunftsmittel zu bannen , vermag. Ich binselbst auch der Ansicht, Bruder Johann wird canonistrt werden,wenn es unser heiliger Vater in Rom seiner Zeit für paffendhält, und das gefallene Limburg hat Ursache, auf sein Mitgliedstolz zu sehn. Dennoch begreife ich nicht, wie der unglücklicheJohann einen Beweis gegen die wahre Natur des Dogmas liefernsoll; denn wäre er mit weniger Hartnäckigkeit auf gewissen An-sichten beharrt, so hätte er dem Schicksal, das ihn betraf, entgehenkönnen."
„Ist die Märthrerkrone ein Geschick, das einem Christen miß-fallen kann? denke an die Väter und an ihr Ende!"
„Hätte sich Johann ihres Geschicks besser erinnert, so dürste da»