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einem Berg erhob und in der Mitte zu zwei gespitzten Kegeln vonschwindelnder Höhe anstieg — eine Gestaltung, welcher sie im Ver-eine mit andern Umständen, die bald erklärt werden sollen, denNamen der „Jnfuln" verdankte.
In der Nähe dieser GebirgSschranke und fast unmittelbar unterdiesen natürlichen Jnfuln befand sich ein kleines Dorf, dessen au«Holz gebaute Häuser die breiten Dächer, die zahlreichen Fensterund die eigenthüinliche Harzfarbe zu Schau trugen, durch welchesich die Schweizerwohnungen auszeichnen.
Der Ort war klein, und das meiste ihn umgebende Land lag öde,gleich der übrigen Gegend, so weit sie auf Stunden im Umkreisesichtbar war. Aus einem sich hebenden Grunde in der Nähe de»Dorfes, von dem es nur durch einen breiten Rasenplatz getrenntwar, stand eines jener Labyrinthe von Dächern, Schornsteinen undThürmen, die, wie heutzutage, so auch damals schon ein Klosteranzeigten. Die Gebäude waren groß, von gemischter Architekturund ohne viel künstlerischen Geist und Geschmack aufgeführt, indemdas Ganze einzig auf rohen, überquellenden Reichthum hindeutete. Inder Mitte stand eine Kirche oder Kapelle, augenscheinlich von hohemAlter und einfachem Ursprung, obschon ihre wunderlichen Umrissenach der Silte der Zeit ausgesucht verziert und mit allerlei Zu-gaben geschmückt waren, so daß man wohl sehen konnte, wie ernicht an Mitteln gefehlt hätte, das Ganze großartiger zu machen,indem der Fehler des Baues eher in der ersten Idee ihren Grundhatten, als in einem späteren Mangel an Fähigkeit oder Neigung,eine Verbesserung eintreten zu lassen.
Das Dorf und die Sandebene lag in dem berühmten KantonSchwyz, einem kleinen Distrikt, der dem heldenmüthigen Bunde,welcher so viel von dem Lande der westlichen Alpen inne hat, seinenNamen geben mußte. Das Kloster, Mariä Einsiedeln genannt,gehörte dem Orden der Benedictiner, und die Kirche enthielteines der Heiliglhümer, welches schon damals nach dem von