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übt haben, so mögen sie sich vorsehen. Wir sind keine Knechte,die sich von einer Kapuze die Augen verkleben lassen."
„Vielleicht schicken sie den Trompeter, gestrenger und hoch-weiser Herr Bürgermeister," sagte der schlaue Ludwig, „um dieGeiseln in Empfang zu nehmen."
„Möge der Fluch der heiligen drei Könige sie und ihren un-verschämten, langathmigen Musikanten treffen! — He da, Bursche, —wer macht dieses tra — ta — rah — rah — an unserem Thore?"
„Der edle Graf von Hartenburg steht mit einem starken Reiter-Haufen auf der Thalseite unserer Stadt, gestrenger Herr Bürger-meister," meldete der athemlose Bote, welcher diese Nachricht zuüberbringen gekommen war. „Er ist wild über die Zögerung; aberda so strenger Befehl ertheilt wurde, die Thore geschloffen zu hal-ten, so wagt cS der Wachthauptmann nicht, ohne zuvor eingeholteErlaubniß die Riegel zurückzuschieben."
„So bedeute in'S Himmels Namen dem wackeren und getreuenBürger, er solle öffnen — und zwar hurtig. Meine ehrenwerthenCollege», wir hätten auf die Möglichkeit dieses Besuchs Bedachtnehmen und Sorge tragen sollen, daß unsrem fürstlichen Freundekein derartiger Anlaß zur Beschwerde gegeben werde. Jndeß dürfenwir uns doch freuen, daß unsere Leute so zuverlässig sind und ihrAmt auch gegen Solche üben, die uns so gut bekannt sind und hochin Ehren stehen. Ich bürge dafür, Nachbarn, daß es dem KaiserKarl selbst nicht besser ergehen würde, wenn er —"
Während Heinrich noch im Begriffe war, ruhmredig seine gutePolizei zu erheben, wurde er durch das Getrappel von Pferdenauf dem Pflaster unter den Fenstern unterbrochen, und als er hin-ausschaute, bemerkte er, wie Emich und sein ganzes Gefolge ebenkaltblütig von den Rossen stiegen.
„Hum!" stieß der Bürgermeister aus — „geht hinunter underweist dem Herrn Grafen eure Ehrerbietung."
Der Rath erwartete in tiefem Schweigen das Erscheinen des