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verdoppelt, und von Zeit zu Zeit wurden Signale mit den Spähernausgetauscht, die man auf den Bergen aufgestellt hatte, damit siedie Straßen, welche jenseits des ThaleS nach dem Nheine führten,beobachten könnten. In Dürkheim sah es anders aus, obgleichauch hier manche Aehnlichkeit mit dem Zustand in der Veste nichtzu verkennen war. Es zeigte stch die nämliche Besorgniß vor einerGefahr von Außen, die gleiche Wachsamkeit auf den Mauern undThürmen und dieselbe ungewöhnliche Schaustellung einer bewaffne-ten Macht; indeß war es doch in einer derartigen Stadt nicht leicht,die düstere Zurückhaltung ritterlichen Prunks nachzuahmen. DieBürger traten in den Straßen zusammen, die Weiber klatschten,wie in allen Fällen einer plötzlichen lebhaften Aufregung, und so-gar die Kinder schienen die Unruhe und Unentschlossenheit ihrerEltern wiederzuspiegeln; denn da die Hand der obrigkeitlichen Ge-walt die Zügel schlaffer hielt, so zogen die meisten Männer trägeund müßig in den Straßen umher, um da und dort aus hingewor-fene Ausdrücke zu lausche», die ihnen mehr Aufklärung über denStand der Dinge geben konnten. Die Läden standen zwar wie ge-wöhnlich offen, aber meist machte man nur an den Thüren Halt,um zu plaudern, während nur Wenige eintraten; und die meistenHandwerker vergeudeten ihre Zeit in Kannegießereien über dieFolgen, welche der kühne Schritt ihrer Obrigkeit nach sich ziehenkonnte.
Mittlerweile wurde in dem Rathhause eine Sitzung gehalten,bei der sich Alle versammelten, die in Dürkheim auf bürgerlicheBedeutsamkeit Anspruch machen konnten — darunter auch Einige,welche sich um der Dienste willen, die sie bei dem letzten Angriffeaus die Mönche geleistet, eingefunden hatten. Etliche besorglicheBürgerSwciber hatten sich in den Wartezimmern des RathhauseSversammelt, denn es war kein Geheimniß, daß unter der einfachen,ihren Ehefrauen sehr ergebenen Bürgerschaft, häuslicher EinflußDie Heidcnmaucr. 22