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schon sie unter dem hohen Dache noch immer erträglich blieb. DieBeiden näherten sich dem Altar und machten den Mönch durchihren Zuruf auf die Gefahr aufmerksam.
„Kommt ihr, um Zeugen zu scyn von der Macht des Him-mels ?" fragte Pater Johann mit dem ruhigen Lächeln eines gerei-sten Schwärmers, „oder kommt Ihr in zerknirschter Reue über diebegangene Unthat?"
„Hinweg von hier, guter Vater!" entgegnete Berchthold ha-stig. „Der Himmel ist heute Nacht gegen Dein Kloster und inder nächsten Minute wird das brennende Dach einstürzen."
„Hörst Du den Lästerer, großer Gott? Ist es Dein heiligerWille, daß-"
„Höre auf einen geschworenen Krieger des Kreuzes," unter-brach ihn Albrecht, indem er auf das Sinnbild seines Ordensdeutete. „Wir gehören demselben Glauben an und wollen nungemeinschaftlich eine andere Laufbahn beginnen."
„Hinweg, ungetreuer Knecht — hinweg mit Dir. Du auf-gegebener Knabe! — Seht Ihr jene heiligen Reliquien?"
Auf einen Wink des Ritters faßte Berchthold den Mönch auf dereinen Seite, während Albrecht das Gleiche auf der andern that.Pater Johann svrach noch immer, während sie ihn den Chor hinab-trugen; aber die Beiden mußten mit einem Manne kämpfen, demeine lang gehegte krankhafte Lebensansicht die Sinne verwirrt hatte.Noch ehe sie den großen Gang erreichten, hatte sich der Schwär-mer losgerungen und war wieder zu den Füßen deS AltarS zurück-geeilt, während der Ritter und der Jüngling noch immer nachAthen: keuchten. Statt aber niederzuknieen, ergriff Pater Johannjetzt die Reliquie, die er am meisten verehrte, hielt sie in die Höheund flehte laut den Himmel an, sich mit Kundgebung seiner Ma-jestät zu beeilen.
„Sein Geschick ist besiegelt!" rief Albrecht von Viederbach,indem er aus der Kirche eilte.