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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
Entstehung
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Theil des Gebäudes in Brand zu stecken, um so die gänzliche Zer-störung des Tempels zu bewerkstelligen. Inzwischen loderten alleAußengcbäude zusammen lind der ganze Berg bot dem Anblickeder Thalbewohner nichts als rothe Flammensäulen und schwarzeRauchwolken.

Während dieß vorging, schritt Emich im Chore hin und her,zum Theil über seinen Erfolg frohlockend, zum Theil aber zwei-felnd, welche Früchte er ihm tragen möchte. Die zeitlichen Folgenhatte er wohl erwogen, aber die regungslose Haltung des PaterJohann, die Anwesenheit der so lange verehrten Reliquien und dieBannstrahlen der Kirche hatten noch immer ihre Schreckbilder füreinen Mann, dessen Geist nur in wenigen wohlbegründeteren HülfS-quellen eine Stütze suchen konnte. Aus diesem Zustand von Un-ruhe wurde er durch das Getöse der Schmiedehämmer geweckt, diein der Gruft thättg waren. Er eilte, von Heinrich und Berchtholdbegleitet, nach dem Platze hinunter, wo sich, wie der Leser bereitsgehört hat, die Kapelle und die Grabmäler seines Geschlechtes be-fanden. Aber auch hier herrschte, wie oben, Verwirrung und dergrelle Wiederschein des Feuers. Die meisten Grabmäler der ver-storbenen Fürsten und Edlen waren bereits verstümmelt, denn keineder Kapellen war verschont geblieben. Vor denen der Hartenbnr-ger aber stand Albrecht von Viederbach mit verschlungenen Armenund gedankenvollen Blicken. Der Mantel, mit dem er sich beimBeginne des Angriffs verhüllt hatte, hing jetzt nachlässig darnieder,und er schien in seiner tiefen Betrachtung ganz zu vergessen, daßeS für ihn räthlicher gewesen wäre, bei einem solchen Unterfangenunbekannt zu bleiben.

Endlich sind wir an die Denkmäler unserer Väter gekommen,Vetter," sagte der Graf, an seine Seite tretend.

Bis zu ihren Gebeinen sogar, edler Emich!"

Die ehrcnwerthen Ritter haben lange in schlechter Gesellschaft