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denn bas flüchtige Gefühl des Mißtrauens verlor sich schnell in derErinnerung an die Aufgabe vor ihm. „Kein Wort der Freund-schaft geht an einem treuen und eifrigen Verbündeten verloren.Wie stchi'S, Heinrich, ist unsere Angelegenheit bald beendigt?"
„Sapperment, Herr Graf, wenn auch noch nicht ganz, so dochauf dem besten Wege zu einer schnellen schließlichen Bereinigung."
„Dort ist noch ein Benedictiner!" sagte Berchthold, die Auf-merksamkeit der Beiden auf den Mönch lenkend, der noch immerseinen Posten an den Stufen des Altars behauptete.
„Den Bienen will es nicht gefallen, ihren Stock zu verlassen,so lange noch etwas zurück ist, was sie mühsam eingetragen haben,"entgegnete der Gras lachend. „Was ist Dein Begehren, PaterJohann? Wenn Dein bekümmerter Sinn sich noch mit Gedankenan diese kostbaren Gefäffe trägt, so triss Deine Wahl und ziehe ab!"
Der Benedictiner erwiederte das Lachen des Grafen mit einemLächeln tiefer, aber ruhiger Wonne.
„Versammle immerhin Deine Gefolge, roher Ritter," sagte er;„rufe Alles, was unter Deinen Befehlen steht, nach diesem gehei-ligte» Orte, denn eine Gewalt ist hier zurückgeblieben, an derenUeberwindung Du noch nicht gedacht hast. In demselben Augen-blicke, in welchem Du Dich am sichersten glaubst, stehst Du am Randeder Schmach und des Verderbens."
Da der aufgeregte Mönch seinen Worten durch Ton und Ge-berde den entsprechenden Nachdruck verlieh, so wich Emich umeinen Schritt zurück, als fürchte er sich vor einer gelegten Mine.Vater Johanns verzweifelte Begeisterung war männiglich bekannt,und keiner von den drei Zuhörern blieb frei von der Besorgniß,die Brüderschaft könnte, nachdem sie sich überfallen sah, einen tiefenRacheplan angezettelt und die Ausführung desselben dem über-spannten Bruder vertraut haben.
„He — ihr da draußen!" rief der Graf. „Es soll hurtig eineAbtheilung nach der Gruft hinuntcrsteigen und nach den Bübereien