sich, die zum Glück auf unverwüstliche Stützen gebaut sind; dennohne diese weise Anordnung der Vorsehung wäre die Welt hoffnungs-los den Umtrieben Derer preisgegeben, welche alle Mittel für gesetzlichhalten, die zu Erreichung ihrer Zwecke diene». Alles, was in derNähe der Abtei Limburg wohnte, hatte den Einfluß dieser hohenEigenschaften in Pater Arnolph empfunden, und es ist mehr alswahrscheinlich, daß das Kloster nicht gefallen wäre, wenn cS gleichder Kanaitischen Stadt unter seinen geistlichen Vätern nur viersolcher Gerechten enthalten hätte.
Namentlich hatte der Graf, der — gleich Allen, welche sicherst vom Banne geistiger Knechtschaft loSreißen — oft von schwerenZweifeln heimgesucht wurde, längst eine tiefe Achtung gegen diesenMönch unterhalten, und eS ist nicht unwahrscheinlich, daß der frommeArnolph, hätte er seine eigene Macht vollkommen verstanden, durchfrühere und wachsamere Anwendung der ihm zu Gebote stehendenMittel einen Ausweg gefunden haben würde, um den Schlag ab-zuwenden, der jetzt auf das Kloster hernieder gefallen war. Dochsprachen sich Demuth und Bescheidenheit eben so sehr in dem Cha-rakter des Priors aus, als seine thätigeren Tugenden, und die Po-litik von Limburg war nicht von der Art, daß sie ihre Sicherheitauf eine oder die andere dieser Eigenschaften hätte bauen können.
„ES liegt etwas Gutes in diesem Bruder," sagte Emich zuBerchthold, als sich sein gedankenvoller Blick wieder zu dem Ge-sichte des jungen Försters erhob. „Hätte er statt BonifaciuS dieInsul getragen, so wären wir wohl noch nicht zu unfern Rechtengekommen."
„Wenige sind so sehr geliebt worden, wie Pater Arnolph,Herr Graf, und Niemand hat es in so hohem Grade verdient."
„Wie, auch Du bist dieser Meinung? Ei, Meister Heinrich,hat Dir Dein Stuhl eine mönchische Betrachtung eingeflößt, oderverdauest Du mit mehr Gemächlichkeit die Lection der frommenUlrika auf einem Sitze, wo die gottseligen Benediktiner so viel