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wähnst in seinen Unternehmungen, wenn Du ihm von feiner Frauund seinen Kindern vorsprichst?" entgegncte Emich mit Lachen.
„Du hast mich nicht recht verstanden, wenn Du glaubst, ichspiele damit auf den Tod in der Schlacht, oder auf den Gramder Ueberlebcnden an; denn leider sind solche Gedanken nurzu gewöhnlich bei denen, die Macht haben aus Erden, um noch Un-ruhe zu erzeugen. Nein, ich will von der langen Zukunft und ihrerPein mit Dir reden. Weißt Du nicht, pflichtvergessener Ritter,daß der Gott Israels, welcher mein Gott ist und der Deinige —daß der Gott Israels gesagt hat, er wolle die Sünden der Väteran den Nachkommen heimsuchen von Geschlecht zu Geschlecht? Unddoch scheinst Du, geblendet durch Deinen vermeintlichen Sieg, umseinen Zorn zu buhlen."
„Ich weiß nicht, in wie weit Du Recht hast, denn ihr Kloster-leute habt eine gar zu spitzfindige Weise an euch, wenn es gilt,für eure Wünsche Gründe aufzubringen. Mir übrigens scheint eSbesser zu seyn, daß jeder für seine eigenen Sünden büße, und ichbin der Meinung, daß ein derartiges Geschick jetzt über die Brü-derschaft von Limburg ergehe —"
„Daß wir viel gesündigt und das Gute sehr vernachläßigthaben, ist leider nur zu wahr."
„Bei den heiligen drei Königen von Cöln, Du willst Dichauf unsere Seite schlagen, hochwürdiger Arnolph."
„Denn dieß ist das gemeinsame LooS der Menschen," fuhr derPrior fort, ohne sich irren zu lassen. „So viel aber hat seineNichtigkeit, daß Du nicht berufen bist, über uns Gericht zu halten.Es unterliegt keiner Abrede, daß Jeder für seine eigenen Hand-lungen zu büßen hat, aber die furchtbaren Folgen des Verbrechensbeschränken sich nicht auf den, der es beging. Dieß lehrt uns nichtnur die eigene Vernunft, sondern wir finden eine Bekräftigung da-für auch in den noch gewisseren Worten, die der Mund Gottesverkündet hat. Erwäge daher, so lange Du noch kannst, die Last