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Dieses Wort bewog den kühnen Grafen, der zu einem schnellenEntschlüsse gekommen war, plötzlich umzuwenden und die Hand anseinen Schwerdlknauf zu legen. Er lieh jedoch schnell wieder losund zeigte bei dem Anblicke, der sich ihm jetzt darbot, aufs Neuewieder in seinen Zügen den Ausdruck der Beklommenheit unddes Zweifels.
Mittlerweile waren die verschiedenen Gebäude, aus welchen dieAbtei Limburg bestand, mit Ausnahme der Kirche und ihrer nächstenUmgebung, in Brand gesteckt worden. Die Folge davon war einesolche Lichtsteigerung, daß die Helle bis in die dunkelsten Winkelder gothischen Säulengänge drang. Namentlich stand der Chor inder grellsten Beleuchtung da, und es kam dem jungen Berchtholdvor, als ob die Ornamente sich nie so schön ausgenommen hätten,als in dem furchtbaren Augenblicke, der ihrer Zerstörung voranging.Die Kerzen und Lampen des Hochaltars begannen zu erblindenund allenthalben erblickte man den herrlichen, blutrothen Wieder-schein, der eine große Feuersbrunst zu begleiten Pflegt. In demAugenblicke, als Emich sich an seine Leute wandte, kamen zweiMönche, der Prior und Pater Johann, aus der Sacristei undknieten an den Stufen des Altares nieder. Der erstere trug einkleines Elfenbeincrucifir, das er von Zeit zu Zeit küßte, letztereraber rückte vor seine Füße hin eine massenhafte, seltsam geschnitzteTruhe von so großem Umfang und Gewicht, daß die Beihülfe einesLaienbruders nüthig gewesen war, um sie von ihrem Gestelle her-unterzuschaffen.
Das Antlitz des Priors war mild, überredend und voll heiligerBekümmerniß, während das seines Gefährten von fieberischer Auf-regung und in dem Feuer einer Begeisterung glühte, welche ebenso sehr aus seinem Temperamente, als aus der Ueberzcugung entsprang.
Emich blickte unruhig nach den Bcnedictineru hin und nähertesich ihnen, stets von seinem Förster begleitet, so weit, daß er siemit seinem Arm erreichen konnte.