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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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Achtzehntes Kapitel.

Mein theurcs Gift, so nenne deinen Grund!*DreiköiikgSiiacht.

Es ist kaum nöthig, zu erklären, daß der Mann, welcherUlrika und Ilse nach dem Thore von Dürkheim begleitet hatte,Heinrich Frey gewesen war. Kaum hatte er seine Gattin aus demGesichte verloren und die kurze Besprechung mit der Wachmannschaftabgethan, als er nach jenem Stadttheile eilte, welcher dem Eingangin'S Jägerthal am nächsten lag. Hier fand er eine Rotte vonhundert Mann versammelt, die wegen ihres Muthes und ihrerkörperlichen Stärke aus der Bürgerschaft ausgelesen worden waren.Ihre Ausrüstung bestand nach der Sitte der Zeit aus Angriffs-waffen, wie sie der Gewohnheit und Erfahrung der Einzelnen zu-sagten, und wir können noch beifügen, daß jeder gute Ehemann,bevor er bei dem gegenwärtigen Anlässe auszog, für paffend gehaltenhatte, sein Herzgespann zn Rath zu ziehen, weßhalb denn auchaußergewöhnlich viele Sturmhauben, Brustharnische und Rückenstückesichtbar waren.

Nachdem sich der Bürgermeister, dem es keineswegs an Muthgebrach, von der Bereitwilligkeit und Stärke seines Gefolges über-zeugt hatte, erthcilte er Befehl, das AuSfallthötchen zu öffnen undtrat, selbst der Erste, ins Feld hinaus. Die Städtler folgten untertiefem Schweigen in der ihnen zugewicsenen Ordnung. Statt aberdie Richtung unmittelbar nach dem Thale einzuschlagen, überschrittHeinrich Frey vermittelst einer kleinen Brücke den Bach und gingauf einem Fußpfade weiter, der ihn an die Steige des am weitstenauf dieser Seite des ThaleS vorspringenden Berges führte. Der Leserbegreift wohl, daß diese Bewegung die Rotte an den Berg brachte,welcher demjenigen, auf welchem die Heidenmauer stand, gegenüberlag. Zu der Zeit, von welcher unsre Erzählung spricht, wuchsen